• 20. April 2021
  • 95 Min

SEO Gui­de für Anfänger

In 12 Kapiteln zu besseren Rankings in Suchmaschinen!

Raodmap zeigt Ablauf des SEO Guides für Anfänger

SEO bezeich­net Maß­nah­men, um die Posi­ti­on dei­ner Web­site in den orga­ni­schen Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen für bestimm­te Such­an­fra­gen zu stei­gern. SEO erfasst vie­le Aspek­te, ange­fan­gen von den Wör­tern auf dei­ner Web­site, bis hin zu ande­ren Web­sites, die auf dei­ne Web­site ver­lin­ken. Dies wird im Bereich SEO in On-Page-Opti­mie­rung und Off-Page-Opti­mie­rung unterteilt.

SEO soll der Such­ma­schi­ne hel­fen, dei­ne Web­site bes­ser zu ver­ste­hen. Wich­tig zu ver­ste­hen ist, dass es im SEO nicht dar­um geht, mit irgend­wel­chen Tricks die Such­ma­schi­ne zu täu­schen. Es geht dar­um, dei­nem Web­site-Besu­cher das aller bes­te Ergeb­nis für sei­ne Such­an­fra­ge zu lie­fern. Die Such­ma­schi­ne belohnt dich nur so mit guten Ran­kings. In die­sem Gui­de wer­den dir SEO-Grund­la­gen bei­gebracht, die aus­schließ­lich auf Nach­hal­tig­keit auf­ge­baut sind.

Der Groß­teil von Traf­fic im Web wird durch Such­ma­schi­nen ver­ur­sacht. In Deutsch­land ist die Such­ma­schi­ne von Goog­le mit einem Markt­an­teil von 96 % die Num­mer eins, wenn es um die Suche im Inter­net geht. Nicht ohne Grund hat sich das Wort „goog­len“ im deutsch­spra­chi­gen Raum durch­ge­setzt. Neben der Such­ma­schi­ne von Goog­le kon­kur­rie­ren Such­ma­schi­nen wie Bing (2 %) und Yahoo (1 %), aller­dings mit mäßi­gem Erfolg. Des­we­gen kon­zen­triert man sich in Deutsch­land im SEO haupt­säch­lich auf Google.

Der Traf­fic von Such­ma­schi­nen ist in dem Sin­ne ein­zig­ar­tig, dass die Besu­cher nach dem suchen, was dei­ne Web­site anbie­tet. Das Bedürf­nis nach dei­nem Pro­dukt, dei­ner Dienst­leis­tung oder Infor­ma­ti­on wird direkt in den Such­schlitz der Such­ma­schi­ne ein­ge­ge­ben. Wenn dei­ne Web­site in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen nicht gefun­den wer­den kann, ver­gibst du eine Rie­sen­mög­lich­keit, poten­zi­el­le Kun­den auf dei­ne Web­site zu führen.

Suchmaschinenmarktanteile-Google-Deutschland-Kosch-Klink-Peformance

Such­ma­schi­nen haben sich über die Jah­re enorm ent­wi­ckelt und sind auch ohne SEO-Maß­nah­men in der Lage, dei­ne Web­site in ihren Index auf­zu­neh­men. Trotz­dem kannst du der Such­ma­schi­ne hel­fen, dei­ne Sei­te noch bes­ser zu ver­ste­hen. Bereits grund­le­gen­de SEO-Maß­nah­men kön­nen dir einen ent­schei­den­den Vor­teil gegen­über der Kon­kur­renz in Such­ma­schi­nen brin­gen. Ande­rer­seits kön­nen gro­be tech­ni­sche Feh­ler oder schäd­li­che SEO-Maß­nah­men dei­ne Web­site in die Tie­fen der Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­se stür­zen las­sen oder sogar kom­plett verbannen.

Das Inter­net ist über­flu­tet von Web­sites, die aus­schließ­lich für Spam miss­braucht wer­den. Genau hier wol­len Such­ma­schi­nen aus­sor­tie­ren und aus­schließ­lich Web­sites mit gutem Inhalt und Mehr­wert für den User in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen auf­lis­ten. Du wirst durch eige­ne Erfah­run­gen bestimmt bemerkt haben, dass Web­sites mit einem Fokus auf den Benut­zer gute Plat­zie­run­gen in den Such­ma­schi­nen haben. Schließ­lich ver­su­chen Such­ma­schi­nen wie Goog­le und Co., dir das bes­te Ergeb­nis für dei­ne Suche zu liefern.

Du kannst ganz leicht her­aus­fin­den, ob Goog­le dei­ne Web­site bereits inde­xiert hat. Dabei gibst du im Such­schlitz der Such­ma­schi­ne site:deinewebsite.de ein.

Wann SEO-Maß­nah­men Wir­kung zei­gen, ist sehr unter­schied­lich. Dies hängt von vie­len Fak­to­ren ab, wie zum Bei­spiel von der aktu­el­len Posi­tio­nie­rung dei­ner Sei­te in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen und der Kon­kur­renz. Wenn dei­ne Sei­te sich bereits für eini­ge Key­words in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen bewährt hat, wer­den neue Inhal­te schnell in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen ein­ge­ord­net. Wenn dei­ne Web­site aber noch neu ist, muss die Such­ma­schi­ne erst „Ver­trau­en“ zu dei­ner Web­site aufbauen.

Da sich eini­ge wich­ti­ge Ran­king­fak­to­ren um das User­ver­hal­ten dre­hen, müs­sen Such­ma­schi­nen die­se Daten erst sam­meln und aus­wer­ten. So erfah­ren sie, ob dei­ne Inhal­te für ver­schie­de­ne Such­an­fra­gen auch ein gutes Ergeb­nis lie­fern. Beson­ders Off-Page SEO Maß­nah­men wie Link­buil­ding brau­chen meist eini­ge Mona­te, bis sie Wir­kung zei­gen. Des­we­gen brauchst du vor allem am Anfang einen lan­gen Atem und soll­test nicht direkt die Flin­te ins Korn wer­fen. Gut Ding will eben Wei­le haben.

In die­sem Kapi­tel wirst du ler­nen, wie eine Such­ma­schi­ne arbei­tet und was ihre Auf­ga­ben und Zie­le sind. Außer­dem erfährst du, was die grund­le­gen­den Ran­king­fak­to­ren sind, die eine Such­ma­schi­ne für die Bewer­tung der Such­ergeb­nis­se nutzt und wie du die­ses Wis­sen für dei­ne SEO-Maß­nah­men nut­zen kannst, um dei­ne Ran­kings zu verbessern.

Der soge­nann­te Craw­ler (oder Spi­der) einer Such­ma­schi­ne ist täg­lich damit beschäf­tigt, neue Online-Inhal­te zu scan­nen. Dabei besucht der Craw­ler dei­ne Web­site und scannt die­se Sei­te für Sei­te ab. Beson­ders inter­es­sant für Craw­ler sind Links. Dadurch kön­nen Such­ma­schi­nen neue Web­sites fin­den, um die­se wie­der­um zu craw­len. Die gescann­ten Online-Inhal­te, egal ob HTML, Bil­der oder PDF-Datei­en wer­den in Daten­ban­ken abgespeichert.

Die gesam­mel­ten Daten wer­den nun nach bestimm­ten Kri­te­ri­en in einen Index ein­sor­tiert. Die­sen Index kannst du dir wie ein vir­tu­el­les Ver­zeich­nis vor­stel­len, das unend­lich vie­le Begrif­fe und Ver­wei­se auf Web­sites umfasst. Bei jeder Such­an­fra­ge wird ein sol­cher Index durch­sucht und die für die Such­an­fra­ge rele­van­tes­ten Ergeb­nis­se in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen gelistet.

Such­ma­schi­nen wie Goog­le aktua­li­sie­ren und ver­bes­sen ihren Such­al­go­rith­mus ste­tig, um die Qua­li­tät der Such­ergeb­nis­se zu ver­bes­sern und Spam-Web­sites zu bekämp­fen. Monat­lich wer­den hun­der­te klei­ne­re Ände­run­gen am Such­al­go­rith­mus von Goog­le vor­ge­nom­men. Grö­ße­re Updates wer­den von Goog­le öffent­lich bekannt gege­ben und füh­ren oft zu gro­ßen Aus­wir­kun­gen in den Such­ergeb­nis­sen. In der fol­gen­den Über­sicht möch­te ich dich mit den größ­ten Updates von Goog­le ver­traut machen.

FLO­RI­DA UPDATE

Im Novem­ber 2003 erschien das Flo­ri­da Update, das sich gegen Web­sites rich­te­te, die sich mit gekauf­ten und gemie­te­ten Links einen Vor­teil in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen ver­schaf­fen konn­ten. Damit hat­ten sie gegen die Goog­le-Richt­li­ni­en ver­sto­ßen. Im sel­ben Zug beka­men Links von the­men­re­le­van­ten Sei­ten mehr Bedeu­tung im Goog­le Algorithmus.

PAN­DA UPDATE

Im Febru­ar 2011 wur­de das Pan­da Update ver­öf­fent­licht, das qua­li­ta­tiv min­der­wer­ti­ge Sei­ten abwer­te­te. Sei­ten, deren Inhal­te kaum oder gar kei­nen Mehr­wert für den User boten, wur­den in den Such­ergeb­nis­sen her­ab­ge­setzt. Dabei wur­den nicht nur die schlech­ten Inhal­te her­ab­ge­setzt, son­dern auch die gan­ze Web­site. Pan­da ist ein regel­mä­ßi­ges Update, wel­ches kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sert wird.

FRESH­NESS UPDATE

Im Novem­ber 2011 wur­de das Fresh­ness Update ver­öf­fent­licht. Es spricht aktu­el­len Sei­ten eine höhe­re Gewich­tung in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen zu. Dadurch wur­den Web­sites, bei denen län­ge­re Zeit kei­ne Ver­än­de­run­gen ver­merkt wer­den konn­ten, in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen herabgestuft.

VENI­CE UPDATE

Im Febru­ar 2012 erschien das Veni­ce Update, wel­ches Goog­le ermög­lich­te, Such­ergeb­nis­se auch nach regio­na­ler Bedeu­tung auf­zu­lis­ten. Hier­bei wird die IP-Adres­se des Suchen­den ein­ge­le­sen. Wenn bei einer Such­an­fra­ge die Nähe eine Rol­le spielt, wer­den Web­sites mit einem regio­na­len Bezug bevor­zugt. Gleich­zei­tig konn­te dank dem Veni­ce Update die Suche per­so­na­li­siert werden.

PEN­GU­IN UPDATE

Im April 2012 wur­de das Pen­gu­in Update ver­öf­fent­licht, das sich gegen Web­sites rich­te­te, die gegen die Goog­le-Richt­li­ni­en ver­sto­ßen haben. Web­sites, mit einem unna­tür­li­chen Link­pro­fil, deren Links also nicht natür­lich ent­stan­den, son­dern aktiv auf­ge­baut wur­den, wur­den in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen her­ab­ge­stuft. Auch Web­sites mit einer auf­fäl­li­gen Key­wor­d­an­häu­fung wur­den vom Pen­gu­in Update herabgesetzt.

HUM­MING­BIRD UPDATE

Im August 2013 wur­de das Hum­ming­bird Update ver­öf­fent­licht, das die Inter­pre­ta­ti­on von Such­an­fra­gen und Web­sites ver­bes­ser­te. Damit kann Goog­le nun auch teil­wei­se kom­ple­xe­re Such­an­fra­gen bes­ser ver­ste­hen und die Such­ergeb­nis­se bes­ser ein­ord­nen. In die­sem neu­en Such­al­go­rith­mus spielt die Seman­tik eine gro­ße Rol­le. Ein­zel­ne Key­words sind seit Hum­ming­bird nicht mehr so wich­tig, der Kon­text kann nun bes­ser aus­ge­wer­tet werden.

RANK­BRAIN UPDATE

Anfang 2015 gibt Goog­le bekannt, mit dem Rank­Brain erst­mals künst­li­che Intel­li­genz und Machi­ne Lear­ning im Such­al­go­rith­mus ein­zu­set­zen. Rank­Brain soll Goog­le dabei hel­fen, die all­ge­mei­ne Per­for­mance der Goog­le-Suche zu ver­bes­sern, kom­ple­xe­re Such­an­fra­gen bes­ser zu ver­ste­hen und Such­an­fra­gen zu beant­wor­ten, die in der Goog­le-Suche zuvor noch nie gestellt wurden.

BERT UPDATE

Im Dezem­ber 2019 erwei­tert Goog­le mit dem BERT Update den Algo­rith­mus mit Natu­ral Lan­guage Pro­ces­sing. BERT steht für Bidi­rec­tio­n­al Encoder Repre­sen­ta­ti­ons from Trans­for­mers und stammt aus der Com­pu­ter­lin­gu­is­tik. Der Algo­rith­mus dient dazu, den Kon­text eines jeden Wor­tes und so die eigent­li­che Such­in­ten­ti­on bes­ser zu ver­ste­hen. Igno­rier­te Goog­le zuvor bei­spiels­wei­se Prä­po­si­tio­nen wie „für“ oder „nach“, soll Bert ihre Bedeu­tung inner­halb der Such­an­fra­ge erken­nen und die Ergeb­nis­se ent­spre­chend anpassen.

CORE UPDATES
Seit 2020 ver­öf­fent­licht Goog­le regel­mä­ßig soge­nann­te „Core Updates“. Das bedeu­tet, dass regel­mä­ßig Ände­run­gen, vor allem durch die Erfah­rung, die Rank­Brain sam­melt, am Algo­rith­mus durch­ge­führt wer­den. Die­se Updates haben teil­wei­se star­ke Aus­wir­kun­gen auf die Such­ergeb­nis­se der Goog­le-Suche und wer­den daher von SEOs immer kri­tisch erwar­tet und ana­ly­siert. Beson­ders in Bran­chen, in denen es um die Gesund­heit und Finan­zen geht (YMYL – Your Money, Your Life), legt Goog­le Wert auf Kom­pe­tenz, Auto­ri­tät und Ver­trau­ens­wür­dig­keit (EAT – Exper­ti­se, Aut­ho­ri­ty, Trust­wort­hi­ness). Exper­ten­mei­nun­gen zum The­ma EAT und SEO fin­dest du im Such­ra­dar Magazin.

Laut Goog­le nutzt der Such­ma­schi­nen­kon­zern die per­so­na­li­sier­te Suche bereits seit 2005 – mit gro­ßem Ein­fluss auf die Suche. Auch wenn es den meis­ten Suchen­den nicht bewusst ist, wer­den mitt­ler­wei­le 99 % der Such­an­fra­gen per­so­na­li­siert durch­ge­führt. Um das Benut­zer­erleb­nis zu ver­bes­sern, nutzt Goog­le die Daten der täg­lich über 5 Mil­li­ar­den durch­ge­führ­ten Suchanfragen.

Ein kon­kre­tes Bei­spiel könn­te so aus­se­hen: Du gibst bei Goog­le häu­fig fol­gen­den Such­be­griff ein: „SEO Gui­de für Anfän­ger” und klickst auf mei­nen SEO Gui­de. Goog­le wird sich mer­ken, dass die­ses Such­ergeb­nis für dich rele­van­ter ist und es in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen wei­ter oben lis­ten. Wenn du dich zuvor dar­über gefreut hast, dass dei­ne Web­site für bestimm­te Such­an­fra­gen weit oben in der Goog­le-Suche gelis­tet ist, wur­dest du viel­leicht von der per­so­na­li­sier­ten Suche getäuscht. Du kannst dies aber ganz leicht umge­hen, in dem du nach der Such­an­fra­ge in der URL fol­gen­den Code anhängst und mit Enter bestä­tigst: &pws=0.

Ran­king­fak­to­ren sind Kri­te­ri­en zur Bewer­tung von Web­sites für bestimm­te Such­an­fra­gen in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen. Es gibt wich­ti­ge Fak­to­ren, die dei­ne Web­site für Such­an­fra­gen inter­es­sant oder eben unin­ter­es­sant macht. Es ist wich­tig zu wis­sen, auf wel­che Kri­te­ri­en Goog­le Wert legt und wel­che dei­nen Plat­zie­run­gen in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen schaden.

Goo­g­les Ran­king­fak­to­ren und der Such­al­go­rith­mus sind nur bestimm­ten Mit­ar­bei­tern vor­ent­hal­ten. Frü­her führ­ten eini­ge Unter­neh­men unab­hän­gi­ge Ran­king­fak­to­ren­stu­di­en durch, in dem Struk­tu­ren und Eigen­schaf­ten von Web­sites mit Top-Plat­zie­run­gen in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen aus­ge­wer­tet wur­den. In sol­chen Stu­di­en wur­den vor­ab Kri­te­ri­en defi­niert, die ver­mut­lich Aus­wir­kun­gen auf das Ran­king haben, wie z. B. der Ein­satz des Key­words in der Über­schrift, und mit einer gro­ßen Daten­men­ge verglichen.

Da in sol­chen Stu­di­en nur ein kau­sa­ler Zusam­men­hang von „Ran­king­fak­to­ren“ bewer­tet wird, Ran­king­fak­to­ren für unter­schied­li­che Such­an­fra­gen anders gewich­tet wer­den und „ein­fa­che SEO-Kri­te­ri­en“ nur noch wenig aus­sa­ge­kräf­tig auf die wirk­li­che Aus­wir­kung von Ran­kings in Such­ma­schi­nen sind, haben die meis­ten Unter­neh­men sol­che Stu­di­en eingestellt.

Die fol­gen­de Gra­fik soll dir näher brin­gen, was über­haupt nötig ist, um in Such­ma­schi­nen statt zu fin­den und wel­che Dis­zi­pli­nen not­wen­dig sind, um auch in einem kom­pe­ti­ti­vem Umfeld teil­neh­men zu können.

Voraussetzungen für Suchmaschinen-Rankings

Da Such­ma­schi­nen wie Goog­le Inhal­te und Web­sites bereits viel kom­ple­xer bewer­ten, ver­lie­ren Ran­king­fak­tor­stu­di­en immer mehr Bedeu­tung im SEO. Goog­le ist längst kei­ne rein text­ba­sier­te, son­dern eine seman­tisch basier­te Such­ma­schi­ne, bei dem die Such­in­ten­ti­on, also die Absicht und die Erwar­tung des Suchen­den, im Vor­der­grund steht. Daher gewich­tet Goog­le die Ran­king­fak­to­ren je nach Such­an­fra­ge und der damit ein­her­ge­hen­den Such­in­ten­ti­on anders. Mehr zum The­ma Key­words und Such­in­ten­ti­on erfährst du im nächs­ten Kapitel.

Wor­um geht es auf mei­ner Web­site? Die­se Fra­ge soll­test du dir grund­sätz­lich stel­len, bevor du die ers­ten Inhal­te erstellst. In die­sem Kapi­tel erfährst du, wie du dei­ne ers­te Key­wor­dre­cher­che, um das The­ma dei­ner Web­site abzu­gren­zen und rele­van­te Such­be­grif­fe für dei­ne Inhal­te zu fin­den, angehst.

Neh­men wir an, wir hät­ten eine Web­site zum The­ma Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung. Natür­lich wird in die­sem Bei­spiel das Key­word „Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung“ von pri­mä­rer Wich­tig­keit sein. Die­se kur­zen, aus einem Wort bestehen­den, Key­words nennt man Shor­thead-Such­an­fra­gen. Eine gro­ße Rol­le spie­len aber auch die soge­nann­ten Long­tail-Such­an­fra­gen. Die­se sind län­ge­re Such­an­fra­gen, die aus meh­re­ren Key­words bestehen. Der meis­te Traf­fic kommt in der Regel über den Long­tail, da die­se Such­an­fra­gen ziel­ge­rich­te­ter sind und der Suchen­de eine bestimm­te Erwar­tung hat. Long­tail-Such­an­fra­gen sind vor allem für die Con­ver­si­on-Rate sehr wich­tig. In die­sem Bei­spiel könn­ten z. B. „Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung abschlie­ßen“, „Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung wech­seln“ oder „Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung kün­di­gen“ inter­es­san­te Long­tail-Such­an­fra­gen sein.

Du soll­test dir bei der Erstel­lung dei­ner Inhal­te über­le­gen, wel­che Such­an­fra­gen für dich in Fra­ge kom­men und mit wel­cher Art von Inhal­ten du dafür Ran­kings errei­chen möch­test. Hier­bei wird grob in infor­ma­ti­ons­ori­en­tier­te Such­an­fra­gen und trans­ak­ti­ons­ori­en­tier­te Such­an­fra­gen unter­schie­den. Bei dem Key­word „Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung abschlie­ßen“ han­delt es sich um eine trans­ak­ti­ons­ori­en­tier­te Such­an­fra­ge. Denn der Besu­cher möch­te hier, wie es das Wort schon ver­rät, eine Trans­ak­ti­on durch­füh­ren – in dem Fall, eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung abschlie­ßen. Der Besu­cher weiß bereits, dass er eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung möch­te und ist auf der Suche nach dem pas­sen­den Ver­si­che­rer. Hier­bei wür­de sich anbie­ten, die Pro­dukt­sei­te, auf der du die Ver­si­che­rung abschlie­ßen kannst, für die­ses Key­word zu opti­mie­ren. Die­se Such­an­fra­gen sind natür­lich sehr rele­vant für dich, da sol­che Besu­cher bereits kurz vor dem Kauf ste­hen. Des­we­gen ist die Kon­kur­renz bei sol­chen Such­an­fra­gen meist sehr hoch.

Infor­ma­ti­ons­ori­en­tier­te Such­an­fra­gen tau­chen am häu­figs­ten auf. Der Groß­teil aller Such­an­fra­gen beschäf­ti­gen sich mit Fra­gen und der Infor­ma­ti­ons­ge­win­nung. Für die infor­ma­ti­ons­ori­en­tier­te Such­an­fra­ge „Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung Ver­si­che­rungs­sum­me“ wür­de sich ein aus­führ­li­cher Rat­ge­ber anbie­ten, in dem erklärt wird, wor­auf bei der Ver­si­che­rungs­sum­me einer Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung zu ach­ten ist. Der Besu­cher befin­det sich noch in der Infor­ma­ti­ons­ge­win­nung und möch­te sich vor dem Abschluss infor­mie­ren. Bei sol­chen Such­an­fra­gen haben meist Rat­ge­ber, Wikis, Blogs und FAQs die Nase vor­ne. Bei infor­ma­ti­ons­ori­en­tier­ten Such­an­fra­gen ist es für dich auch wesent­lich ein­fa­cher, ein gutes Ran­king bei Goog­le zu erzielen.

Grob kannst du bei die­ser Unter­schei­dung auch von Such­in­ten­ti­on spre­chen. Du ver­stehst, was das Pro­blem des Suchen­den ist und wie du die­ses mit dei­nen Inhal­ten für ihn lösen kannst. Über­le­ge dir also immer bevor du für ein Key­word ran­ken möch­test, wel­che Inhal­te in Fra­ge kom­men. Wenn du dir unsi­cher bist, goog­le ein­fach nach dem Key­word. Wenn du z. B. für eine Such­an­fra­ge über­wie­gend Pro­dukt­sei­ten oder Leis­tungs­sei­ten fin­dest, kannst du die­se Such­an­fra­ge in die Kate­go­rie „trans­ak­ti­ons­ori­en­tiert“ ein­ord­nen. Wenn du hin­ge­gen für eine Such­an­fra­ge über­wie­gend Rat­ge­ber­ar­ti­kel, Erklär­vi­de­os o. Ä. fin­dest, könn­te es sich eher um eine infor­ma­ti­ons­ori­en­tier­te Such­an­fra­ge handeln.

Google-Suche Beispiel Risikolebensversicherung - SEO-Guide

Um die pas­sen­den Key­words für dei­ne Sei­te zu fin­den, also Key­words, die von Suchen­den oft ein­ge­ge­ben wer­den, ist der ers­te Schritt dein „Haupt­key­word” direkt bei Goog­le ein­zu­ge­ben. Goog­le zeigt dir ers­te Vor­schlä­ge, wonach die Nut­zer am häu­figs­ten suchen. Die­se Funk­ti­on in der Goog­le-Suche nennt sich „Goog­le-Sug­gest”. Jetzt könn­test du das Haupt­key­word mit jedem Buch­sta­ben des Alpha­bets ein­ge­ben und schau­en, was Goog­le dir vor­schlägt. Das wäre in unse­rem Bei­spiel „Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung a”, „Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung b”, “ Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung c” und so weiter.

Um dir die­sen gro­ßen Auf­wand zu erspa­ren, gibt es kos­ten­lo­se und kos­ten­pflich­ti­ge Key­word-Sug­gest-Tools. Den eben erwähn­ten Vor­gang füh­ren sol­che Tool auto­ma­tisch durch. Ach­te dar­auf, dass du als Spra­che „Deutsch” aus­wählst. Danach hast du bereits eine breit auf­ge­stell­te Lis­te mit vie­len Key­words. Du kannst noch tie­fer in die The­men gehen, indem du ein­zel­ne Key­words aus der Lis­te noch­mals in das Key­word-Sug­gest-Tool ein­trägst und dir wei­te­re Vor­schlä­ge einholst.

keywordTool - Keyword-Suggest-Tool - SEO-Guide
KeywordTool-io Logo - SEO-Guide

KEYWORDTOOL.IO

 

Die­ses Auto­com­ple­te-Tool gehört zu den hilf­reichs­ten kos­ten­lo­sen Key­word-Tools auf dem Markt. Neben Sug­gests bei Goog­le, bekommst du hier auch Key­wor­d­vor­schlä­ge für You­Tube, Bing, Ama­zon, App Store und mehr. In unse­rer Agen­tur gehört KeywordTool.io zu den Tools, die wir täg­lich im Ein­satz haben. In der kos­ten­pflich­ti­gen Ver­si­on wird dir sogar direkt das Such­vo­lu­men der ein­zel­nen Key­words angezeigt.

Answer The Public Logo - SEO-Guide

ANS­WER THE PUBLIC

 

Ans­wer The Public ist eine super Ergän­zung, um her­aus­zu­fin­den wel­che Fra­gen rund um dein The­ma bei Goog­le gestellt wer­den. Das Key­word-Sug­gest-Tool lie­fert dir vie­le inter­es­san­te Key­words in einer sehr anschau­li­chen Gra­fik und ver­netzt ein­zel­ne The­men­ge­bie­te. Damit hast du nicht nur all­ge­mei­ne Key­words, son­dern auch W‑Fra­gen-Key­words und Prä­po­si­tio­nen zur Ver­fü­gung. Zudem lie­fert dir Ans­wer The Public die Key­words statt in lang­wei­li­gen Tabel­len in einer gra­fi­schen Dar­stel­lung. Ans­wer The Public ist eben­falls kostenlos.

 

Hypersuggest Logo - SEO-Guide

HYPER­SUG­GEST

 

Hyper­sug­gest gehört eben­falls zu den hilf­reichs­ten Key­wor­d­tools, die wir im Ein­satz haben. In der kos­ten­lo­sen Ver­si­on bekommst du aller­dings ledig­lich 10 Key­words. Daher lohnt sich die Arbeit mit Hyper­sug­gest nur mit einer kos­ten­pflich­ti­gen Ver­si­on. Der Vor­teil: Man kann ein­zel­ne Modu­le wie z. B. die Sug­gestab­fra­ge bei Ama­zon, Ebay, You­Tube, Insta­gram etc. ganz nach Belie­ben dazu schal­ten und muss nicht für etwas bezah­len, was man gar nicht benötigt.

 

Ubersuggest Keyword - Suggest-Tool-SEO-Guide

UBER­SUG­GEST

 

Uber­sug­gest gehört zu den Pio­nie­ren in Sachen Sug­gest-Tools und wur­de vor eini­gen Jah­ren vom bekann­ten SEO Neil Pat­tel über­nom­men. Das beson­de­re an Uber­sug­gest: Du kannst z. B. die URL eines Mit­be­wer­bers ein­ge­ben und Uber­sug­gest lie­fert dir Key­words, die für dei­ne Inhal­te nütz­lich sind. Neben dem her­kömm­li­chen Sug­gest, bie­tet dir Uber­sug­gest noch vie­le wei­te­re Fea­tures, aller­dings nur in der kos­ten­pflich­ti­gen Version.

 

Das Such­vo­lu­men beschreibt, wie oft eine ein­zel­ne Such­an­fra­ge bei Goog­le gestellt wird. Das gibt dir einen Hin­weis über den poten­zi­el­len Traf­fic, der über das Key­word gene­riert wer­den kann, wenn du dafür rankst.

Wenn du kein kos­ten­pflich­ti­ges Tool zur Key­wor­dre­cher­che im Ein­satz hast, musst du den direk­ten Weg über Goog­le gehen, um das Such­vo­lu­men der jewei­li­gen Key­words abzu­fra­gen. Dazu musst du einen Goog­le Ads Account anle­gen. Die Anmel­dung ist kos­ten­los und dau­ert nur eini­ge Minu­ten. Zuvor benö­tigst du einen Goog­le Account. Wenn du bereits einen hast, loggst du dich mit den sel­ben Daten wie bei Goog­le Adwords ein.

Nach der Anmel­dung navi­gierst du direkt zum Key­word-Pla­ner (Wenn dir die­ser nach der Anmel­dung nicht direkt ange­zeigt wird, schau dir die Anlei­tung von ahrefs.com an, wie man den Goog­le Key­word-Pla­ner ver­wen­det an). Dort wählst du, nach­dem du dei­nen Account ange­wählt hast, „Such­vo­lu­men und Pro­gno­sen abru­fen“ aus. Hier kannst du nun dei­ne recher­chier­ten Key­words ein­tra­gen oder alter­na­tiv auch eine Lis­te dei­ner Key­words hoch­la­den und drückst auf „Star­ten“. Im Rei­ter „bis­he­ri­ge Mess­wer­te“ bekommst du in der Spal­te „durch­schnitt­li­che Such­an­fra­gen pro Monat“ dein Such­vo­lu­men für jedes ein­zel­ne Keyword.

Hin­weis:

Der Goog­le Key­word-Pla­ner zeigt dir das Such­vo­lu­men nur an, wenn du eine akti­ve Ads-Kam­pa­gne lau­fen hast, also Geld bei Goog­le aus­gibst. Wenn das nicht der Fall ist, wird dir Goog­le nur eine vage Band­brei­te des Such­vo­lu­mens anzei­gen. Das kann dir aber trotz­dem hel­fen, dass Poten­zi­al von Key­words abzu­schät­zen. Nichts­des­to­trotz wird emp­foh­len, ein kos­ten­pflich­ti­ges Key­words-Tool (Emp­feh­lung: KeywordTool.io) zu nut­zen. Das spart dir Zeit und du kannst genau­er arbeiten.

Google Keyword-Planer - Suchvolumen nutzen - SEO-Guide

Nach­dem du dei­ne Key­wor­d­lis­te samt Such­vo­lu­men gespei­chert hast, bist du der Erstel­lung dei­ner Inhal­te etwas näher gekom­men. Bevor du jetzt direkt los­legst, ist es wich­tig, dass du für jedes ein­zel­ne The­ma, ein­zel­ne Key­words zusam­men­fasst und Key­word-Clus­ter erstellst. Hier­bei spielt die bereits ange­spro­che­ne Such­in­ten­ti­on eine wich­ti­ge Rol­le: Nach was sucht der User und was wird erwartet?

Schau­en wir uns dazu die Key­wor­dre­cher­che, die wir zur „Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung“ erstellt haben, etwas genau­er an. Wel­che Key­words kön­nen the­ma­tisch zusam­men­fasst wer­den? Als ers­tes fal­len fol­gen­de Key­words direkt ins Auge: Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung auf Gegen­sei­tig­keit, Gegen­sei­ti­ge Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung, Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung für Part­ner etc. Bei die­sen Such­an­fra­gen ist direkt zu erken­nen, dass es sich mehr oder weni­ger um Syn­ony­me han­delt bzw. die Such­in­ten­ti­on die glei­che ist: Der oder die Suchen­de inter­es­siert sich für eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung mit sei­nem / ihrer Part­ner / in. Es wür­de also kei­nen Sinn erge­ben, für jedes ein­zel­ne Key­word eine eige­ne URL zu erstel­len. Denn die Inhal­te, die du dort anbie­ten wür­dest, wären iden­tisch. In die­sem Fall wür­dest du eine URL erstel­len, um für alle die Key­words, die du für die­ses The­ma zusam­men­ge­fasst hast, zu ranken.

Ähn­lich wür­dest du auch fol­gen­de Key­words zu einem Clus­ter zusam­men­fas­sen: Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung ohne Gesund­heits­fra­gen, Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung trotz Depres­sio­nen, Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung für Dia­be­ti­ker, Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung trotz Vor­er­kran­kung, Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung trotz Krebs. Mög­li­che Such­in­ten­ti­on in die­sem Clus­ter: Per­so­nen mit Vor­er­kran­kun­gen inter­es­sie­ren sich für eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung und möch­ten sich infor­mie­ren, wor­auf zu ach­ten ist.

Denk also immer dar­an: Fas­se Such­an­fra­gen mit glei­cher bzw. ähn­li­cher Such­in­ten­ti­on zusam­men und erstel­le nicht für jedes ein­zel­ne Key­word eine eige­ne Sei­te mit red­un­dan­ten Inhal­ten. Wenn du mehr zum The­ma Key­words, Such­in­ten­ti­on und die Wich­tig­keit für SEO erfah­ren möch­test, schau dir dazu mei­nen Bei­trag zu Search Dri­ven Con­tent und Search Expe­ri­ence Opti­miz­a­ti­on an.

Google Keyword-Planer - Suchvolumen abrufen - SEO-Guide
  • Goog­le Key­word-Pla­ner: Im Goog­le Key­word-Pla­ner kannst du dir auch im Rei­ter „Neue Key­words ent­de­cken“ Ideen ein­ho­len, indem du Key­words ein­trägst oder bei­spiels­wei­se dei­ne Kon­kur­renz-Web­site eingibst.
  • Goog­le Search Con­so­le: Wenn du die Goog­le Search Con­so­le bereits im Ein­satz hast, kannst du dir Key­words anschau­en, für die du nur schlecht rankst, aber Poten­zia­le hast. Es lohnt sich immer einen Blick auf die Key­words der Goog­le Search Con­so­le zu werfen.
  • Wiki­pe­dia: Schau dir für dein The­ma den ent­spre­chen­den Wiki­pe­dia-Ein­trag an. Dort fin­dest du gute Ideen für dei­ne Inhal­te. Han­ge­le dich durch die ver­schie­de­ne The­men durch, um noch wei­te­re Key­wor­d­ideen zu fin­den. Die­se kannst du dann in ein Key­word Sug­gest Tool dei­ner Wahl eingeben.
  • Kon­kur­renz: Ein Blick auf die bereits vor­han­de­nen Inhal­te zu dei­nem The­ma lohnt sich. Schau dir an, wel­che Inhal­te dei­ne Kon­kur­renz bereits erstellt hat. Hier wirst du sicher­lich wei­te­re Ideen für dei­ne Con­ten­ter­stel­lung bekommen.
  • Foren: Spe­zi­ell für die infor­ma­ti­ons­ori­en­tie­re Suche fin­dest du genü­gend Fra­gen, die du in einem Bei­trag aus­führ­lich beant­wor­ten kannst. Du kannst auch einen eige­nen Foren­bei­trag erstel­len, wenn du auf ein The­ma aus­führ­li­cher ein­ge­hen möch­test. So erfährst du, was die Ziel­grup­pe zu dem The­ma bewegt.

Das The­ma Key­wor­dre­cher­che ist im Bereich SEO sehr wich­tig. In die­sem Gui­de gehe ich nur auf die Basics für Anfän­ger und Ein­stei­ger ein. Wenn du in das The­ma rich­tig tief ein­tau­chen möch­test, emp­feh­le ich dir den sehr aus­führ­li­chen Key­word Rese­arch Defi­ni­ti­ve Gui­de von Backlin­ko.

Eine sau­be­re und ordent­li­che Struk­tur dei­ner Inhal­te ist nicht nur für Such­ma­schi­nen, son­dern auch für dei­ne Besu­cher wich­tig. In die­sem Kapi­tel erfährst du, wie du dei­ne Inhal­te sau­ber struk­tu­rierst und wel­che Arten von Con­tent wich­tig sind, um dei­ne Inhal­te attrak­tiv und über­sicht­lich zu gestalten.

Das A und O sau­ber struk­tu­rier­ter Inhal­te sind Zwi­schen­über­schrif­ten. Ein wich­ti­ger Ran­king-Fak­tor für Such­ma­schi­nen ist das Benut­zer­ver­hal­ten auf dei­ner Web­site: Benut­zer­ver­hal­ten im Sin­ne der Ver­weil­dau­er auf dei­ner Sei­te. Um dei­nen Usern einen schnel­len Über­blick über dei­ne Inhal­te zu ver­schaf­fen, soll­test du dei­ne Inhal­te in Abschnit­te glie­dern und die­se mit Zwi­schen­über­schrif­ten auflockern.

Zwi­schen­über­schrif­ten hel­fen dei­nem Besu­cher, die dei­nen Inhalt nur schnell scan­nen, wie­der tie­fer in dei­nen Text ein­zu­tau­chen. Viel­leicht kennst du das selbst von dei­nem Lese­ver­hal­ten. Wenn du einen sehr lan­gen und infor­ma­ti­ven Text liest, inter­es­siert dich nicht jeder ein­zel­ne Absatz. Du suchst dir die Inhal­te her­aus, die für dich anspre­chend sind. Zwi­schen­über­schrif­ten soll­ten kurz beschrei­ben, was in dem Abschnitt behan­delt wird. Dei­ne Key­words soll­test du wenn mög­lich auch unter­brin­gen, aber über­trei­be es nicht!

Über­schrif­ten und Zwi­schen­über­schrif­ten soll­ten mit H‑Tags (HTML) gekenn­zeich­net wer­den. Die Hier­ar­chie ist ver­gleich­bar mit der eines Buches. Die Haupt­über­schrift dei­nes Inhal­tes wäre in dem Fal­le der Titel dei­nes Buches. Die­sen mar­kierst du als <H1>. Die­ser soll­te auch nur ein­mal in einem Doku­ment vor­kom­men und beschreibt den Inhalt dei­nes Tex­tes. Der H1-Tag ist zudem ein star­ker Ran­king­fak­tor, daher soll­test du, wenn mög­lich, dort dein Haupt­key­word unterbringen.

Wie du eben erfah­ren hast, soll­test du dei­ne Inhal­te in Zwi­schen­über­schrif­ten auf­tei­len. Die­se Abschnit­te soll­ten folg­lich als <H2> gekenn­zeich­net wer­den. Wenn solch ein Abschnitt genü­gend Poten­zi­al für wei­te­re Abschnit­te bie­tet, kannst du die­se wie­der mit Zwi­schen­über­schrif­ten mar­kie­ren und die­se folg­lich als <H3> kenn­zeich­nen. Hier kannst du natür­lich so tief gehen, wie es dein Inhalt anbie­tet. In der Regel ist eine Tie­fe von drei Stu­fen, also bis zum H3-Tag, schon sehr weit­ge­hend. Dies ist ein Hin­weis für Such­ma­schi­nen, dass das The­ma sehr aus­führ­lich beschrie­ben wurde.

<h1> 1. Titel </h1>

 

<h2> 2. Über­schrift </h2>

<h3> 2.1 Abschnitt </h3>

<h3> 2.2 Abschnitt </h3>

<h3> 2.3 Abschnitt </h3>

 

<h2> 3. Über­schrift </h2>

<h3> 3.1 Abschnitt </h3>

<h3> 3.2 Abschnitt </h3>

<h3> 3.3 Abschnitt </h3>

Wenn dei­ne Inhal­te sehr lang und aus­führ­lich sind, soll­test du dei­nen Besu­chern ein Inhalts­ver­zeich­nis anbie­ten. So kann der Inhalt dei­nes Tex­tes schnell erfasst wer­den und der Besu­cher kann durch Sprung­mar­ken direkt zu den jewei­li­gen Abschnit­ten sprin­gen. Beson­ders für Besu­cher, die über das Smart­pho­ne kom­men, emp­feh­len sich Inhalts­ver­zeich­nis­se, da Mobi­le-Besu­cher viel unge­dul­di­ger sind und ein lan­ger Text abschre­ckend wir­ken kann, wenn man sich nicht direkt einen Über­blick ver­schaf­fen kann.

Inhalts­ver­zeich­nis­se, die durch den HTML-Tag „id” oder „name” mar­kiert wer­den, haben zudem auch noch eine posi­ti­ve Aus­wir­kung auf die Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­se dei­nes Inhal­tes. Wenn eine Such­an­fra­ge zu einem dei­ner Zwi­schen­ab­schnit­te passt, kann Goog­le die­sen Abschnitt auch direkt in einem Snip­pet dei­nes Ergeb­nis­ses in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen anzei­gen (Mehr dazu im nächs­ten Kapi­tel). So kann der Suchen­de direkt auf den pas­sen­den Abschnitt sprin­gen und muss sich nicht erst zurecht­fin­den. Wie du Sprung­mar­ken in HTML umsetzt, erfährst du bei selfhtml.com.

Um dei­nen Lesern einen anspre­chen­den Inhalt zu lie­fern, soll­test du dei­ne Inhal­te nicht als Text­wüs­ten prä­sen­tie­ren. Fort­lau­fen­de Tex­te ohne Auf­zäh­lun­gen, Lis­ten mit Bul­let-Points und Tabel­len wir­ken oft abschre­ckend und lang­wei­lig. Mit dem Ein­satz sol­cher „Auf­lo­cke­rungs­ele­men­te” gestal­test du dei­ne Inhal­te viel attrak­ti­ver und anspruchs­vol­ler für dei­ne Besucher.

Eine Tabel­le oder eine Lis­te bie­tet sich natür­lich nicht immer an. Aus die­sem Grund soll­test du nicht zwang­haft ver­su­chen belang­lo­se Infor­ma­tio­nen rein­zu­pa­cken, nur um eine Tabel­le anbie­ten zu können.

Tipp:

Oft emp­fiehlt es sich, den Inhalt eines Abschnit­tes in einer Tabel­le oder Lis­te direkt unter dem Abschnitt zusam­men­zu­fas­sen. So lockst du auch Besu­cher auf dei­ne Inhal­te, die dei­nen Text nur ober­fläch­lich scannen.

<h1> Über­schrift </h1>

Platzhalter für eine Header-Grafik
Abbil­dung 1: Beschrei­be hier dein Bild kurz und knapp.

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<h2> Zwi­schen­über­schrift </h2>

Platzhalter für eine Grafik im Text
Abbil­dung 2: Beschrei­be hier dein Bild.

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<h3> Zwi­schen­über­schrift </h3>

 

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<h3> Zwi­schen­über­schrift </h3>

 

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<h3> Zwi­schen­über­schrift </h3>

 

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Ull­am­cor­perPha­sel­lusVes­ti­bu­lum
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Um dei­ne Inhal­te attrak­tiv zu gestal­ten, soll­test du auch Bil­der und Gra­fi­ken ein­set­zen. Die­se soll­ten dein The­ma bzw. ein­zel­ne Abschnit­te visu­ell auf­grei­fen und dem Besu­cher näher brin­gen. Schau dir die Gra­fi­ken an, die ich für die ein­zel­nen Kapi­tel mei­nes SEO-Gui­des für Anfän­ger ver­wen­det habe. Jede Gra­fik greift die Über­schrift bzw. den Inhalt des Abschnit­tes auf und setzt bei dem Leser einen visu­el­len Reiz. Natür­lich kön­nen Gra­fi­ken und Bil­der dazu die­nen, The­men bes­ser zu erklä­ren oder vor­zu­stel­len. Du kannst Bil­der kau­fen wie z. B. bei Foto­lia, iPho­to­s­tock oder ande­ren Foto­platt­for­men. Selbst erstell­te Gra­fi­ken bie­ten aber einen gro­ßen Vor­teil, die gekauf­te nicht haben: Ein­zig­ar­tig­keit. Damit hast du auch eine gute Chan­ce, in der Bil­der­su­che gut gefun­den zu werden.

Den Datei­na­men der Bil­der soll­test du grund­sätz­lich immer fest­le­gen. Ein Datei­na­me wie „2015–03-21.jpg” ist nicht aus­sa­ge­kräf­tig. Spre­chen­de und erklä­ren­de Datei­na­men emp­feh­len sich bei jedem Bild. Beson­ders der Alt-Tag spielt für Such­ma­schi­nen eine gro­ße Rol­le. Der Alt-Tag ist eigent­lich für seh­be­hin­der­te Nut­zer gedacht. Wenn Tex­te durch Sprach­as­sis­ten­ten vor­ge­le­sen wer­den, wird anstel­le des Bil­des der Alt-Tag vor­ge­le­sen. Der Alt-Tag beschreibt also, was auf dem Bild zu sehen ist. Genau die­se Infor­ma­tio­nen neh­men sich Such­ma­schi­nen, um ein Bild bes­ser ein­ord­nen zu kön­nen. Opti­mal ist es, wenn auch dein Haupt­key­word dort vorkommt.

Um die Lade­zeit der Bil­der zu ver­kür­zen, soll­test du bei jedem Bild die jewei­li­ge Grö­ße bereits ange­ben. Damit erhält der Brow­ser die Infor­ma­ti­on der Grö­ße direkt und muss ein Bild nicht erst run­ter­ren­dern. Auch wich­tig ist die pas­sen­de Kom­pri­mie­rung dei­ner Bil­der. Wenn du Pho­to­shop benutzt, kannst du jedes Bild direkt „Für Web spei­chern”. Falls du kein Pho­to­shop benutzt, gibt es Alter­na­ti­ven wie Jpeg­Mi­ni oder PNG­gaunt­let. Der Code für ein Bild in HTML könn­te zum Bei­spiel so aussehen:

SEO-freund­li­che Bildeinbindung

<img src=“https://www.domain.de/bild.jpg“ alt=“Beschreibung des Bil­des“ width=“650″ height=“350″ />

Ich habe dir hier ledig­lich ein Best-Prac­ti­ce Bei­spiel von mir gege­ben. Du kannst dei­ne Inhal­te natür­lich indi­vi­du­ell und nach dei­nem Ermes­sen gestal­ten. Beden­ke bei der Erstel­lung dei­ner Inhal­te immer, dass du die­se für dei­ne Besu­cher pro­du­zierst und nicht für die Such­ma­schi­ne. Wenn du etwas erstellst, nur um bes­ser zu ran­ken, lass es direkt blei­ben. Eine Such­ma­schi­ne wird dich mit bes­se­ren Ran­kings beloh­nen, wenn du groß­ar­ti­ge Inhal­te mit Mehr­wert erstellst und dein SEO-Hand­werk verstehst.

Wie wer­den dei­ne Sei­ten in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen dar­ge­stellt? In die­sem Kapi­tel erfährst du, wie du mit dei­nen Snip­pets mit Tit­le-Tag, Meta-Descrip­ti­on, Rich-Snip­pets und struk­tu­rier­ten Daten die Dar­stel­lung dei­ner Web­site in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen beein­flusst. So erzeugst du mehr Auf­merk­sam­keit und gestal­test dein Snip­pet für poten­zi­el­le Besu­cher klickfreudiger.

Ein Snip­pet ist die Vor­schau dei­ner Web­site in den Such­ergeb­nis­sen, auch SERPs (Search Engi­ne Result Page) genannt. Suchen­de ent­schei­den anhand die­ser Vor­schau, ob die­se auf dein Ergeb­nis oder das der Kon­kur­renz kli­cken. Daher soll­test du neben den SEO-Basics beson­ders dar­auf ach­ten, dass dei­ne Vor­schau klick­freu­dig gestal­tet ist und dem Besu­cher genau das ver­spricht, was er auf dei­ner Sei­te auch fin­det (Such­in­tent).

Wenn du selbst kei­ne Snip­pets ange­legt hast, bas­telt Goog­le sie sich selbst zusam­men. Das kann dir einen Nach­teil gegen­über der Kon­kur­renz brin­gen, die ihr Hand­werk in Sachen Snip­pet-Opti­mie­rung beherr­schen. Es kann auch vor­kom­men, dass Goog­le trotz ange­leg­ter Snip­pets eine ande­re Vor­schau nimmt, wenn die Such­an­fra­ge nicht zu dem hin­ter­leg­ten Snip­pet passt. Die Opti­mie­rung der Snip­pets gehört zu den Grund­la­gen der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung und soll­te nicht ver­nach­läs­sigt werden.

Ent­schei­dend für ein gutes Snip­pet sind Tit­le und Meta-Descrip­ti­on. Die­se sind ganz leicht zu erstel­len und wer­den im <Head> Bereich dei­ner Web­site ange­legt. Der Tit­le soll­te, wie es der Name schon sagt, den Titel der Sei­te beinhal­ten. Den­ke immer dar­an, dass du dein Haupt­key­word, also das Key­word wofür die­se Sei­te pri­mär ran­ken soll, im Tit­le-Tag unter­bringst, da dies ein wich­ti­ger Ran­king­fak­tor ist. Beach­te aber auch hier: Der Titel soll­te in ers­ter Linie den Suchen­den anre­gen, auf dein Ergeb­nis zu klicken.

Die Meta-Descrip­ti­on ist die Beschrei­bung der Sei­te. Hier soll­test du auch ver­su­chen, dein Key­word und wenn mög­lich wei­te­re Key­words, die für die­se Sei­te ran­ken sol­len, unter­zu­brin­gen. Denk aber dran, du schreibst für Men­schen und nicht für Maschi­nen! Daher soll­test du die Meta-Descrip­ti­on ein­la­dend und auf­for­dernd gestal­ten. So könn­test du am Ende „Jetzt lesen“ oder „fin­den Sie hier“ anhän­gen, um poten­zi­el­le Nut­zer auf dei­ne Web­site zu locken.

 
Snippet Vorschau - Sistrix - SEO-Guide

Bevor du dei­ne Snip­pets mit der Pfle­ge des Tit­le-Tags und Meta-Descrip­ti­on erstellst, soll­test du dar­auf ach­ten, dass der Platz jeweils beschränkt ist. Goog­le beschränkt die Aus­spie­lung nicht auf Zei­chen­län­ge son­dern auf Pixel. Das ergibt Sinn, da z. B. der Buch­sta­be „I“ weni­ger Platz weg­nimmt als die Zif­fer „0“. Auch hier­für gibt es hilf­rei­che Tools, wie den SERP Snip­pet Gene­ra­tor von Sis­trix. Tra­ge hier zuerst die zu bear­bei­ten­de URL ein und gestal­te dein Snip­pet. Sis­trix zeigt dir auch direkt beim Schrei­ben, ob dein Snip­pet passt oder zu lang ist. Arbei­te immer mit einem sol­chen Tool, bevor du dei­ne Snip­pets einbaust.

Wenn du in einem CMS (Con­tent Manage­ment Sys­tem) arbei­test, wird es ein Fens­ter geben, indem du dei­nen Tit­le und Meta-Descrip­ti­on ein­pfle­gen kannst. Die­se wer­den dann im Hea­der-Bereich im Quell­code vom CMS auto­ma­tisch ein­ge­fügt. Ach­te nach dem Online stel­len immer dar­auf, dass die­ser auch kor­rekt im Quell­code zu sehen ist. Ein Bei­spiel, wie es aus­se­hen soll­te, fin­dest du in der Box direkt unter dem Absatz. Wenn du den Code direkt per HTML ein­pflegst, ach­te dar­auf, dass die­ser im Head-Bereich (…) ein­ge­baut ist:

Tit­le und Meta-Descrip­ti­on im Quellcode

<title>SEO Anfän­ger Gui­de – Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung Grundlagen</title>

 

<meta name=“description“ con­tent=“✓ Ler­ne als Ein­stei­ger in 12 Kapi­teln die Grund­la­gen der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung und eig­ne dir noch heu­te das Wis­sen an, das jeder SEO haben sollte! ►“/>

Wie du wahr­schein­lich bereits selbst aus eige­ner Erfah­rung in der Goog­le-Suche gelernt hast, gibt es mitt­ler­wei­le bereits eine Viel­zahl ver­schie­de­ner Dar­stel­lun­gen von Snip­pets. Alles, was über die her­kömm­li­chen Links durch Tit­le und Meta-Beschrei­bung geht, nennt man Rich-Snip­pets. Im Nach­fol­gen­den möch­te ich dir die wich­tigs­ten Rich-Snip­pets vor­stel­len, die zu dei­nem Grund­la­gen­wis­sen gehö­ren soll­ten und wie du die­se auch für dei­ne Web­site anwen­den kannst.

BEWER­TUN­GEN

Bewer­tun­gen sind die wohl am meis­ten ver­wen­de­ten Snip­pets in der SEO-Welt. Die­se wer­den mit einer 5‑S­ter­ne-Bewer­tung, die du im fol­gen­den Bei­spiel siehst, aus­ge­zeich­net. Bewer­tun­gen kön­nen bei zahl­rei­chen Inhal­ten ein­ge­bun­den wer­den, wie z. B. die Bewer­tung von Pro­duk­ten, Dienst­leis­tun­gen, Bei­trä­gen und vie­les mehr. Die Vor­aus­set­zung ist, dass der ange­bo­te­ne Inhalt von dei­nen Lesern bzw. Kun­den auch bewer­tet wer­den kann und auf der Sei­te sicht­bar ist. Nut­ze die­se Art von Rich-Snip­pet, um dich von der Kon­kur­renz abzuheben.

Beispiel Snippet für eine Bewertung

PRO­DUK­TE

Beson­ders inter­es­sant ist die Rich-Snip­pet Aus­zeich­nung für Online-Shop-Betrei­ber. Dank die­ser Aus­zeich­nung wer­den dei­nem poten­zi­el­len Kun­den die wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen direkt in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen ange­zeigt. Auch hier kannst du die belieb­te Ster­ne-Aus­zeich­nung in Form von Kun­den­be­wer­tun­gen ein­bin­den. Inter­es­sant ist auch, dass neben dem Preis und Ver­füg­bar­keit des Pro­duk­tes, sogar ein redu­zier­ter Preis in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen ange­zeigt wird. Wenn du einen Online-Shop hast, soll­test du die­se Art von Rich-Snip­pets unbe­dingt nutzten.

Beispiel Snippet für ein Produkt

VER­AN­STAL­TUN­GEN

Auch Ver­an­stal­tun­gen kön­nen durch Rich-Snip­pets aus­ge­zeich­net wer­den. Beson­ders span­nend ist die­se Aus­zeich­nung für Ver­an­stal­tun­gen, Sta­di­en, Clubs oder ande­re Event­ver­an­stal­ter. So kön­nen dei­ne Besu­cher bereits in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen sehen, wel­che Ver­an­stal­tun­gen und Events in den nächs­ten Tagen fol­gen. Du erzeugst durch das grö­ße­re Snip­pet mehr Auf­merk­sam­keit und Inter­es­sen­ten kön­nen direkt in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen auf einen der dar­ge­stell­ten Ter­mi­ne klicken.

Beispiel Snippet für eine Veranstaltung

REZEP­TE

Rezep­te aller Art haben eine gro­ße Beliebt­heit in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen. Jedes gro­ße Koch­por­tal nutzt Rich-Snip­pets, um sei­ne Rezep­te in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen attrak­ti­ver zu gestal­ten. Dadurch kann dein Besu­cher bereits direkt in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen alle wich­ti­gen Daten wie Zube­rei­tungs­dau­er, Vor­be­rei­tungs­zeit, Kalo­rien oder ein Vor­schau­bild vom Gericht erfah­ren. Hier kön­nen auch die Bewer­tun­gen des Rezep­tes im Rich-Snip­pet ein­ge­setzt werden.

Beispiel Snippet für ein Rezept

FAQ-BOX

Wenn du einen FAQ-Bereich auf dei­ner Sei­te ein­ge­bun­den hast, kannst du die­sen mit der rich­ti­gen Aus­zeich­nung auch in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen anzei­gen. Durch das grö­ße­re Snip­pet erzeugst du nicht nur mehr Auf­merk­sam­keit, die Inter­es­sen­ten kön­nen direkt in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen auf eine der Fra­gen kli­cken und die Ant­wort nach­le­sen. Zudem kannst du in der Ant­wort einen Link ein­bau­en, damit der Suchen­de für mehr Infor­ma­tio­nen auf dei­ne Sei­te gelangt.

Beispiel Snippet für eine FAQ Box

APP / SOFTWARE

Für Soft­ware oder Apps, sowohl für den Apple App Store als auch für den Goog­le PlayS­to­re, spielt Goog­le geson­der­te Such­ergeb­nis­se aus. Hier­bei wird der jewei­li­ge App Store (Apple oder Goog­le), das App-Logo, die Bewer­tun­gen im App Store, das Unter­neh­men wel­ches die App ent­wi­ckelt hat und ein But­ton der den User direkt in den App Store führt. Für den Apple App Store und den Goog­le PlayS­to­re spielt Goog­le die­se Aus­zeich­nung auto­ma­tisch aus.

Beispiel Snippet für eine App oder Software

Rich-Snip­pets wer­den über struk­tu­rier­te Daten aus­ge­spielt. Das bedeu­tet, dass du bestimm­te Berei­che auf dei­ner Sei­te mar­kierst, damit die Such­ma­schi­ne weiß, was sie in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen dar­stel­len soll. Um einer Such­ma­schi­ne die Mar­kups zu über­mit­teln, müs­sen die­se Aus­zeich­nun­gen in dei­nem Quell­code ein­ge­baut wer­den. Zu emp­feh­len sind die Mar­kups von Schema.org. Die­se wer­den von gän­gi­gen Such­ma­schi­nen wie Goog­le, Bing und Co. unter­stützt. Schema.org bie­tet fol­gen­de For­ma­te an, um dei­ne Daten aus­zu­zeich­nen: Micro­da­ta, RDFa und JSON-LD. In der SEO-Welt wird grund­sätz­lich JSON-LD empfohlen.

Im fol­gen­den Screen­shot siehst du ein ver­ein­fach­tes Bei­spiel eines HTML-Doku­men­tes mit einer JSON-LD Aus­zeich­nung. Mit der Aus­zeich­nung „@type“ ver­mit­telst du der Such­ma­schi­ne, dass es sich in die­sem Bei­spiel um ein Rezept han­delt. Mit „Name“ wird der Name des Rezep­tes über­mit­telt, mit „Pre­Time“ die Vor­be­rei­tungs­zeit und so weiter.

Wie du siehst, ist etwas Pro­gram­mier­auf­wand nötig, um struk­tu­rier­te Daten ein­zu­bin­den. Wenn du ein gän­gi­ges CMS nutzt, kön­nen dir auch Plugins helfen.

Strukturierte Daten Auszeichnung - JSON-LD Beispiel - SEO-Guide

Bevor oder nach­dem du dei­ne struk­tu­rier­ten Daten im Quell­code ein­ge­baut hast, gibt dir Goog­le ein hilf­rei­ches Tool an die Hand, um zu über­prü­fen, ob dei­ne Aus­zeich­nun­gen kor­rekt sind oder ob es noch Hand­lungs­be­darf gibt. Mit dem „Test für Rich-Such­ergeb­nis­se von Goog­le“ kannst du direkt dei­ne URL ein­tra­gen, auf der du dei­ne struk­tu­rier­ten Daten ein­ge­baut hast. Oder noch bes­ser, du gibst direkt dei­nen Code mit den struk­tu­rier­ten Daten ein, um zu über­prü­fen, ob du alles kor­rekt ein­baut hast.

Das Tool zeigt dir an, wie dein Rich-Snip­pet in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen aus­se­hen könn­te, wie der geren­der­te HTML-Code aus­sieht und wel­che Aus­zeich­nun­gen wie ein­ge­bun­den wur­den. Außer­dem gibt es dir Hin­wei­se und War­nun­gen bei Feh­lern und vie­les mehr. Wenn du Rich-Snip­pets im Ein­satz hast, soll­test du den „Test für Rich-Such­ergeb­nis­se von Goog­le“ als dein GoTo-Tes­ting-Tool nutzen.

Test für Rich-Suchergebnisse von Google - SEO-Guide

Auch wenn dir „Rich-Snip­pets“ zu Beginn etwas kom­pli­ziert erschei­nen, soll­test du das The­ma nicht ver­nach­läs­si­gen. Es gibt immer noch vie­le Web­site-Betrei­ber die struk­tu­rier­te Daten nicht ein­setz­ten und damit ein gro­ßes Poten­zi­al ver­schen­ken. Nut­ze Rich-Snip­pets, um dich in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen von der Kon­kur­renz abzuheben!

Da das The­ma Rich-Snip­pets noch viel tief­grei­fen­der ist, es aber den Rah­men des Anfän­ger-Gui­des spren­gen wür­de, möch­te ich dir ein paar hilf­rei­che Inhal­te, Gui­des und Hil­fe­stel­lun­gen rund um das The­ma „Rich-Snip­pets“ mit auf den Weg geben, die du dir unbe­dingt anschau­en solltest:

  • Anlei­tung von Goog­le zu struk­tu­rier­ten Daten: Wenn du dich mit The­ma Rich-Snip­pets und struk­tu­rier­te Daten beschäf­tigst, soll­test du dir vor­her unbe­dingt die Anlei­tung von Goog­le selbst anschau­en. Links in der Spal­te „Such-Gale­rie anschau­en“ kannst du dir zusätz­lich anschau­en, wel­che Arten von Rich-Snip­pets zur Ver­fü­gung ste­hen und mit Klick auf „Jetzt star­ten“ gelangst du direkt zur Anlei­tung, wie du die­se struk­tu­rier­ten Daten anle­gen kannst. Sehr hilfreich!
  • JSON-LD Anfän­ger Gui­de bei MOZ: Da dir bereits emp­foh­len wur­de, dei­ne struk­tu­rier­ten Daten mit JSON-LD aus­zu­zeich­nen, soll­test du dir den Ein­stei­ger Gui­de zu JSON-LD anschau­en. Die Autorin Alexis San­ders erklärt dir die tief­grei­fen­den Grund­la­gen von JSON-LD, damit du beim Erstel­len bzw. Vor­schla­gen von Maß­nah­men auch wirk­lich ver­stehst, auf was es ankommt.
  • Rich-Snip­pet Gui­de für Anfän­ger von Spy­Fu: In die­sem Gui­de sind beson­ders die ein­zel­nen Bei­spie­le von Rich-Snip­pets span­nend. Du wirst selbst bemerkt haben, dass Goog­le eine Viel­zahl an Dar­stel­lungs­ar­ten von Such­ergeb­nis­sen hat. Die 10 blau­en Links rücken immer wei­ter in den Hin­ter­grund, Rich-Snip­pets haben schon lan­ge die Such­ergeb­nis­sei­te von Goog­le über­nom­men. Des­we­gen soll­test du wis­sen, wel­che ver­schie­de­nen Rich-Snip­pets es gibt und wie du die­se für dei­ne SEO-Erfol­ge nut­zen kannst.
Featured-Snippet Beispiel Helvetia - SEO-Guide

In dem oben dar­ge­stell­ten Bei­spiel, siehst du ein so genann­tes „Fea­tured-Snip­pet“. Wie du sehen kannst, nimmt solch ein Snip­pet einen Groß­teil des Bild­schir­mes ein und erhält somit sehr viel Auf­merk­sam­keit. Also genau das, was du als SEO bezwe­cken möch­test. Das Fea­tured-Snip­pet, das du oben siehst, ist etwa fünf­mal grö­ßer als ein nor­ma­les Snippet.

Goog­le möch­te mit einem Fea­tured-Snip­pet eine Fra­ge­stel­lung des Suchen­den direkt in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen grob beant­wor­ten. Wer tie­fer ins Detail gehen möch­te, klickt auf den Link und kommt direkt auf die Web­site. Für dich als SEO soll­te es vor allem bei infor­ma­ti­ons­ge­trie­be­nen Inhal­ten das Ziel sein, bei Fra­ge­stel­lun­gen solch ein Fea­tured-Snip­pet zu erreichen.

Im Gegen­satz zu den oben erklär­ten Rich-Snip­pets sind struk­tu­rier­te Daten nicht zwangs­läu­fig not­wen­dig, um ein Fea­tured-Snip­pet zu erzeu­gen. Auch die­ses The­ma bie­tet genug Inhalt, um einen eige­nen Gui­de zu erstel­len. Damit wir den Rah­men hier nicht spren­gen, schau dir den Gui­de zu Fea­tured Snip­pet bei OMT und den „Goog­le Fea­tured Snip­pets: A 2020 SEO Gui­de“ bei Search Engi­ne Jour­nal an, um zu ler­nen, wie auch du mit Fea­tured-Snip­pets Auf­merk­sam­keit in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen erzeu­gen kannst.

Wie sieht eine sau­be­re URL-Struk­tur aus? Eine hier­ar­chisch auf­ge­bau­te URL-Struk­tur hilft nicht nur Such­ma­schi­nen dei­ne Inhal­te bes­ser ein­zu­ord­nen, son­dern auch dei­nen Web­site-Besu­chern dei­ne Web­site bes­ser zu ver­ste­hen. Wie du eine sau­be­re URL-Struk­tur erstellst und wor­auf du dabei ach­ten soll­test, erfährst du in die­sem Kapitel.

Bereits vor dem Auf­bau dei­ner Web­site soll­test du dir eine kla­re und gut navi­gier­ba­re URL-Struk­tur über­le­gen. Das ist nicht nur für Such­ma­schi­nen wich­tig, son­dern auch für dei­ne Web­site-Besu­cher und poten­zi­el­len Kun­den. Eine nach­träg­li­che Ände­rung der URL ist grund­sätz­lich mög­lich, führt aber meist zu viel Arbeit. Danach sind SEO-Maß­nah­men not­wen­dig, um Ran­kings nicht zu gefähr­den. Mehr dazu erfährst du im Kapi­tel „Wei­ter­lei­tun­gen“.

Wie könn­te nun eine gut struk­tu­rier­te URL-Hier­ar­chie aus­se­hen? Um dei­ne Inhal­te gut zu struk­tu­rie­ren, soll­test du dei­ne URL-Struk­tur hier­ar­chisch auf­bau­en. Wenn du z. B. einen Bei­trag zum The­ma „Kfz-Ver­si­che­rung Zweit­wa­gen“ erstellst, bie­tet es sich an, die­sen direkt hin­ter dei­ne Pro­dukt­sei­te „Kfz-Ver­si­che­rung“ anzu­hän­gen. Wenn du nun den genau­en Titel in die URL-Struk­tur packst, wür­de fol­gen­de URL entstehen:


Spre­chen­de URL:

https://www.website.de/kfz-versicherung/so-versicherst-du-deinen-zweitwagen

Die URL ist neben dem Titel und der Beschrei­bung ein wesent­li­cher Bestand­teil dei­nes Such­ergeb­nis­ses in den Such­ma­schi­nen. Daher soll­test du beach­ten, dass die URL zu dem Inhalt der URL passt. Auch die Län­ge ist wich­tig. Such­ma­schi­nen wie Goog­le reser­vie­ren für die Anzei­ge der URL nur einen begrenz­ten Platz.

Daher soll­test du die URL kür­zen, wenn mög­lich dein wich­tigs­tes Key­word unter­brin­gen und Füll­wör­ter ver­mei­den. Blei­ben wir bei dem Bei­spiel „So ver­si­cherst du dei­nen Zweit­wa­gen“. Wir beschrän­ken uns ledig­lich auf weni­ge Wor­te, die den Inhalt beschrei­ben und zusätz­lich das wich­tigs­te Key­word beinhal­ten: „Zweit­wa­gen versichern“:


Ange­pass­te URL:

https://www.website.de/kfz-versicherung/zweitwagen-versichern

Wie du bemerkt hast, habe ich in die­sem Bei­spiel eine spre­chen­de URL gewählt. Wie­so ist das wich­tig? Ganz abge­se­hen von Such­ma­schi­nen, beschreibt eine spre­chen­de URL den Inhalt des Arti­kels. Du kennst das bestimmt, wenn dir jemand eine URL schickt oder die­se in sozia­len Netz­wer­ken teilt, die nicht spre­chend ist und auch sonst kei­ne Infor­ma­tio­nen beinhal­tet. Du wirst sehr wahr­schein­lich nicht drauf kli­cken, da du nicht weißt, was sich hin­ter der URL ver­birgt. Mit einer spre­chen­den URL kannst du also auch die Klick­ra­te erhö­hen. Hier ein Nega­tiv­bei­spiel, wie eine URL nicht aus­se­hen sollte:

Kryp­ti­sche URL (Nega­tiv­bei­spiel):

https://www.website.de/?artikel=13&categoryID=2

Ein wei­ter wich­ti­ger Grund für eine sau­be­re URL-Struk­tur und spre­chen­de URLs ist, dass Goog­le dei­ne URL in den Such­ergeb­nis­sen in Bre­ad­crumbs auf­teilt. (Mehr zum The­ma Bre­ad­crumbs im Kapi­tel „Inter­ne Ver­lin­kung“). Hier ein Bei­spiel, wie Goog­le dei­ne URL in den Such­ergeb­nis­sen darstellt:

Snippet-Beispiel Breadcrumbs - SEO-Guide

Mit einer sau­be­ren URL-Struk­tur kannst du auch wei­ter in die Tie­fe gehen und Such­ma­schi­nen signa­li­sie­ren, dass du einen Bereich dei­ner Web­site beson­ders inten­siv aus­ge­ar­bei­tet hast. Beson­ders bei Online-Shops oder E‑Commerce Web­sites ist eine URL-Struk­tur mit einer kla­ren Hier­ar­chie sinn­voll. Im Nach­fol­gen­den Bei­spiel kannst du sehen, wie eine sol­che Struk­tur aus­se­hen kann:

Ins­ge­samt wur­den hier drei Ebe­nen ver­wen­det, die dem Nut­zer klar anzei­gen, in wel­chem Bereich er sich befin­det. Löscht der Nut­zer aus der URL „/ni­ke-run“, lan­det er auf der Unter­ka­te­go­rie „Sport­schu­he“ und bekommt damit eine Über­sicht aller Sport­schu­he im Shop. Löscht er wei­ter noch „/sport“ lan­det er auf der Kate­go­rie­sei­te „Schu­he“ und bekommt eine Über­sicht aller im Shop ange­bo­te­nen Schuhe.

Es emp­fiehlt sich, bei URL-Ebe­nen nicht zu tief zu gehen, da eine damit meist ein­her­ge­hen­de lan­ge Klick­tie­fe nicht nur für dei­ne Web­site-Besu­cher, son­dern auch für Such­ma­schi­nen sub­op­ti­mal ist. Wenn du etwas in der sechs­ten Ebe­ne ablegst, ver­deut­lichst du eine gerin­ge Rele­vanz der Inhal­te. Ver­wen­de daher am bes­ten maxi­mal vier Hier­ar­chie­ebe­nen und stel­le wich­ti­ge Inhal­te auf die höchs­ten Ebenen.

Wenn du dei­ne Web­site z. B. mit einem Forum erwei­tern möch­test, stellt sich die Fra­ge, ob du ein wei­te­res Ver­zeich­nis oder eine Sub­do­main dafür anlegst. Die URL im Unter­ver­zeich­nis wür­de z. B. „https://www.website.de/forum“ lau­ten. Als Sub­do­main wür­de die URL „https://forum.website.de“ lauten.

Grund­sätz­lich emp­fiehlt es sich nur dann eine Sub­do­main anzu­le­gen, wenn sich das The­ma der Sub­do­main von der Haupt­do­main unter­schei­det. Such­ma­schi­nen behan­deln Sub­do­mains als eigen­stän­di­ge Domains, daher pro­fi­tiert eine Sub­do­main nicht von der Link­power oder ande­ren posi­ti­ven Ran­king­fak­to­ren der Haupt­do­main. Eine Sub­do­main rankt in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen als eigen­stän­di­ge Domain. Bei­spie­le für dei­ne Sub­do­main könn­te auch ein Bereich sein, der für Such­ma­schi­nen nicht zugäng­lich sein soll wie ein „Log­in-Bereich“ mit sen­si­blen Inhal­ten (z. B. „https://login.website.de“) oder ande­re Berei­che, die dei­nen Ran­kings eher scha­den statt helfen.

Die inter­ne Ver­lin­kung spielt eine ent­schei­den­de Rol­le in der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Mit einer sau­ber struk­tu­rier­ten Ver­lin­kung führst du den Such­ma­schi­nen-Craw­ler opti­mal durch dei­ne kom­plet­te Web­site und kannst der Such­ma­schi­ne zei­gen, wel­che Sei­ten für dich beson­ders wich­tig sind. Wie du die inter­ne Ver­lin­kung dei­ner Web­site opti­mal bewerk­stel­ligst, erfährst du in die­sem Kapitel.

Das The­ma inter­ne Ver­lin­kung wird oft­mals unter­schätzt, hat aber einen gro­ßen Ein­fluss auf den Erfolg im SEO. Mit einer inter­nen Ver­lin­kung kannst du Such­ma­schi­nen dar­auf hin­wei­sen, wel­che Sei­ten für dich wich­tig sind und wel­che eine gerin­ge­re Prio­ri­tät haben. Zu dem kannst du mit­tels inter­ner Ver­lin­kung, ähn­lich wie mit der URL-Struk­tur, ein­zel­ne The­men­clus­ter ver­deut­li­chen. Ver­nach­läs­si­ge das The­ma nicht und hal­te immer eine Blick drauf, wie dei­ne Links auf der Web­site ver­teilt werden.

Wie du bereits mit­be­kom­men hast, sind Links von ande­ren Web­sites, die auf dei­ne Web­site ver­wei­sen und damit Link­power erzeu­gen, ein wich­ti­ger Ran­king­fak­tor. Die inter­ne Ver­lin­kung ist wich­tig, da haupt­säch­lich dei­ne Start­sei­te von der Link­power exter­ner Links pro­fi­tiert. Mit der inter­nen Ver­lin­kung ver­teilst du die Link­power der Start­sei­te auf wei­te­re Unter­sei­ten. Auch eine neu erstel­le Unter­sei­te, die vom Goog­le-Craw­ler erst erfasst wer­den muss, pro­fi­tiert von inter­nen Links. So kann Goog­le die neu­en Inhal­te schnel­ler craw­len, inde­xie­ren und erkennt die Wich­tig­keit der URL.

Du musst dir dei­ne Web­site und die inter­nen Links wie ein Sieb vor­stel­len. Alle Links, die von exter­nen Web­sites auf dei­ne Web­site ver­wei­sen, brin­gen die­ser Sei­te Link­power. Wenn auf die­ser Sei­te inter­ne oder exter­ne Links ein­ge­baut sind, ver­teilt sich die Link­power jeweils gleich­mä­ßig auf die ver­link­ten Seiten.

Linkjuice erklärt Grafik - SEO Guide

Um dei­ne Unter­sei­ten für bestimm­te Such­be­grif­fe zu stär­ken, emp­feh­len sich bei inter­nen Links har­te Anker­tex­te. Mit har­ten Ankern ist gemeint, dass mit dem Haupt­key­word der jewei­li­gen Unter­sei­te, ver­linkt wird. Was beim über­mä­ßi­gen Gebrauch von exter­nen Ver­lin­kun­gen schäd­lich sein kann, ist bei der inter­nen Ver­lin­kung von Vor­teil. Damit kann Goog­le die Inhal­te bes­ser zuord­nen und die Wich­tig­keit bewerten.

Wenn du also eine bestimm­te Unter­sei­te für ein Key­word oder eine Key­wor­d­grup­pe bes­ser ran­ken las­sen willst, ver­lin­ke mit die­sem Key­word intern auf die gewünsch­te Unter­sei­te. Natür­lich soll­te das Key­word auch zu der jewei­li­gen Unter­sei­te pas­sen. Denk bei der inter­nen Ver­lin­kung beson­ders an dei­ne Besu­cher, die sich mit dei­ner inter­nen Ver­lin­kung durch dei­ne Sei­te klicken.

Tipp:

Ver­wen­de kei­ne Anker­tex­te wie „hier“ oder „wei­te­re Infor­ma­tio­nen“. Ver­wen­de einen bestimm­ten Anker­text nicht für meh­re­re Sei­ten. Du kannst, wenn es sich anbie­tet, aber auch meh­re­re Anker­tex­te für eine bestimm­te Unter­sei­te ver­wen­den, um auch ande­re Key­wor­d­va­ria­tio­nen zu kombinieren.

Bei­spiel

Für die Unter­sei­te, die sich um das The­ma SEO in der Finanz­bran­che dreht, ver­wen­de ich genau die­ses Key­word, damit die­se Sei­te für genau die­ses Key­word gestärkt wird. Hier bie­ten sich aber auch wei­te­re Key­word-Kom­bi­na­tio­nen an wie z. B. Finan­ce SEO, oder SEO für Finanz­un­ter­neh­men etc.

Was ver­steht man unter auto­ma­ti­sier­ten inter­nen Links? Bereits in der Navi­ga­ti­on dei­ner Web­site wer­den auto­ma­tisch auf jeder Unter­sei­te inter­ne Links erstellt. Des­we­gen soll­test du in der Navi­ga­ti­on dei­ne wich­tigs­ten Unter­sei­ten ein­bau­en. Bei einer Web­site mit vie­len Inhal­ten bie­tet es sich an, die über­ge­ord­ne­ten Inhal­te unter­zu­brin­gen. In die­sen Unter­sei­ten wer­den wie­der­um ande­re Inhal­te intern ver­linkt. So ver­linkt sich dei­ne Web­site auto­ma­tisch intern.

Auch der Foo­t­er­be­reich eig­net sich gut um die inter­ne Ver­lin­kung zu stär­ken. Hier kannst du wie in der Navi­ga­ti­on dei­ne ande­ren wich­ti­gen Unter­sei­ten ein­bin­den. Auch eine Side­bar kann sich anbie­ten, um Unter­sei­ten auto­ma­ti­siert intern zu ver­lin­ken. Ach­te aber dar­auf, dass du nicht zu vie­le Sei­ten auto­ma­tisch intern ver­lin­ken lässt, da sonst der Fokus auf dei­ne pri­mä­ren Unter­sei­ten verwässert.

Beson­ders bei Shop-Sei­ten mit vie­len Pro­duk­ten ist eine Pagi­nie­rung der ein­zel­nen Ver­tei­ler­sei­ten sinn­voll. Was ist damit gemeint? Stell dir vor du hast einen Online-Shop mit 1000 Pro­duk­ten pro Kate­go­rie. Nun wirst du nicht alle 1000 Pro­duk­te auf einer Kate­go­rie­sei­te dar­stel­len kön­nen. Also bie­test du die Funk­ti­on an, auf die nächs­te Sei­te zu sprin­gen, um wei­ter im Sor­ti­ment zu stö­bern ( …/kategorie/, …/kategorie/seite‑2, …/kategorie/seite‑3 usw.).

Damit Such­ma­schi­nen ver­ste­hen, dass es sich hier­bei um eine Ver­tei­ler­sei­te und nicht ein­zel­ne indi­vi­du­el­le Sei­ten han­delt, gibt es die „View-All“-Lösung. Hier­bei kano­ni­sierst du alle wei­ter­füh­ren­den Sei­ten (…/kategorie/seite‑2, …/kategorie/seite‑3 usw.) auf die Haupt­sei­te (/kategorie/). Damit ver­steht die Such­ma­schi­ne, dass die Sei­ten zusam­men­ge­hö­ren und wird das beim Ran­king beach­ten. Sie wird aber trotz­dem alle wei­te­ren Sei­ten craw­len und somit die inter­nen Links (in unse­rem Bei­spiel die Pro­dukt­sei­ten) besu­chen. Mehr zu dem The­ma erfährst du bei Sis­trix: Wie sieht eine opti­ma­le Pagi­nie­rung von Sei­ten mit vie­len Inhal­ten aus?

Eine wei­te­re Mög­lich­keit, Sei­ten aus den Tie­fen dei­ner Web­site zu zie­hen ist, „Ähn­li­che Pro­duk­te / Bei­trä­ge“ unter jedem Pro­dukt / Bei­trag zu ver­lin­ken. Damit „Ähn­li­che Pro­duk­te / Bei­trä­ge“ auch wirk­lich „ähn­lich“ sind, emp­feh­le ich dir, nur Pro­duk­te / Bei­trä­ge aus der sel­ben Kate­go­rie zu ver­lin­ken. Damit stärkst du nicht nur dei­ne inter­ne Ver­lin­kung, son­dern bie­test auch dei­nem Web­site­be­su­cher mehr Relevanz.

Beispiel für Breadcrumbs

Für die inter­ne Ver­lin­kung bie­ten sich vor allem Bre­ad­crumbs an. Wie du im Kapi­tel „Snip­pets“ gelernt hast, erzeugt Goog­le in den Such­ergeb­nis­sen auto­ma­tisch Bre­ad­crumbs in den Such­ergeb­nis­sen. Mit Bre­ad­crumbs sehen nicht nur dei­ne Snip­pets bes­ser aus, du för­derst damit auch dei­ne inter­ne Ver­lin­kung. Durch die inter­ne Ver­lin­kung der Bre­ad­crumbs wird die Sei­te in der über­ge­ord­ne­ten Ebe­ne jeweils ver­linkt. Opti­ma­ler­wei­se nutzt du auch dafür den Anker­text, das wich­tigs­te Key­word für die ver­lin­ken­de Sei­te. Wie du Bre­ad­crumbs rich­tig ver­wen­dest, damit Such­ma­schi­nen die­se auch rich­tig aus­le­sen kön­nen und als sol­che erken­nen, erfährst du direkt in Goo­g­les Leit­fa­den zu Navi­ga­ti­ons­pfan­den.

Die stärks­te und rele­van­tes­te Ver­lin­kung, ist die aus dem Text her­aus. Such­ma­schi­nen wie Goog­le kön­nen wie­der­ho­len­de Code-Abschnit­te, wie die Ver­lin­kung in der Navi­ga­ti­on, Foo­ter, Side­bar oder durch Pagi­nie­rung leicht erken­nen. Die­se „auto­ma­ti­sier­ten Ver­lin­kun­gen“ spie­len für Goog­le dadurch eine weni­ger rele­van­te Rol­le. Sie hel­fen dei­nen Besu­chern und dem Craw­ler dei­ne Sei­te bes­ser zu durch­stö­bern, aber die inter­ne Ver­lin­kung aus dem Con­tent her­aus ist wohl die stärks­te und rele­van­tes­te für Suchmaschinen.

Der Grund hier ist ganz ein­fach: Links aus dem Con­tent, sind meis­tens manu­ell erstellt wor­den und lie­gen ganz eng im Kon­text des jewei­li­gen Tex­tes bzw. Inhal­tes. Der inter­ne Link soll­te an der Stel­le sinn­voll sein. Ver­su­che nicht künst­lich einen inter­nen Link zu erzeu­gen, nur um eine bestimm­te Unter­sei­te zu stär­ken. Die nach­fol­gen­de Gra­fik soll dir den Unter­schied noch­mals gra­fisch verdeutlichen.

Interne Verlinkung aus dem Content Grafik - SEO-Guide

Ähn­lich wie die Hier­ar­chie dei­ner URL-Struk­tur ver­hält sich die Hier­ar­chie dei­ner inter­nen Links. Je mehr Klicks für eine Sei­te nötig sind, des­to weni­ger Rele­vanz hat die­se Sei­te für Such­ma­schi­nen. Auch die Anzahl der inter­nen Links, also von wie vie­len Sei­ten eine bestimm­te Sei­te aus ver­linkt wird, spielt eine Rol­le. Daher ist es auch so wich­tig, dass du dei­ne rele­van­ten Sei­ten, wenn es passt, auch aus dem Con­tent her­aus verlinkst.

Denk immer dar­an: Ver­lin­ke nur, wenn es rele­vant ist. Kom­men wir noch­mal zu dem Ver­si­che­rungs­bei­spiel und der Kfz-Ver­si­che­rung. In allen dei­nen Inhal­ten, in denen es um die Kfz-Ver­si­che­rung dreht, bie­tet es sich fast immer an, die­se auch direkt im Text zu ver­lin­ken, da sie zwangs­läu­fig erwähnt wird. Im The­men­um­feld Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung wird sich die Ver­lin­kung zur Kfz-Ver­si­che­rung wohl nur in den sel­tens­ten Fäl­len anbie­ten. Das ist auch gut so! Ver­lin­ke wenn mög­lich The­men im glei­chen The­men­feld und nur wenn es sich anbie­tet auf ande­re Themenfelder.

Es gibt auch sehr hilf­rei­che SEO-Tools, die dir zei­gen, wie oft wel­che Sei­ten und mit wel­chen Anker­tex­ten intern ver­linkt sind. Damit kannst du her­aus­fin­den, ob dei­ne rele­van­ten Sei­ten auch oft genug und mit dem rich­ti­gen Anker ver­linkt wur­den. Wel­che Tools emp­feh­lens­wert sind und wel­che sich beson­ders dafür eig­nen, erfährst du im Kapi­tel „SEO-Tools“.

Eine Sitemap dient als Stra­ßen­kar­te für dei­ne Web­site und hilft dem Craw­ler, die Struk­tur dei­ner Sei­te bes­ser zu ver­ste­hen. So kön­nen auch neue Inhal­te schnel­ler und ein­fa­cher inde­xiert wer­den. Wie du eine Sitemap für dei­ne Web­site erstellst und was es mit der Robots.txt auf sich hat, erfährst du in die­sem Kapitel.

Such­ma­schi­nen schi­cken in regel­mä­ßi­gen Abstän­den ihre Craw­ler auf bereits inde­xier­te Web­sites, um Ände­run­gen bzw. neue Inhal­te zu erfas­sen. Eine Sitemap hilft der Such­ma­schi­ne nicht nur die Struk­tur dei­ner Sei­te bes­ser zu ver­ste­hen. Mit einer auto­ma­tisch erstel­len Sitemap wan­dern auch alle neu­en Inhal­te (URLs, Bil­der, PDFs etc.) in die Sitemap. Dadurch kann der Craw­ler neue Inhal­te direkt erfas­sen und gege­be­nen­falls inde­xie­ren. Der Vor­teil an einer XML-Sitemap ist, dass alle Such­ma­schi­nen wie Goog­le, Yahoo, Bing und ande­re die­se Daten aus­le­sen kön­nen. Du musst nicht für jede Such­ma­schi­ne eine extra Sitemap anlegen.

Die meis­ten Con­tent Manage­ment Sys­te­me bie­ten direkt über das eige­ne Sys­tem oder alter­na­tiv über Erwei­te­run­gen die Funk­ti­on an, eine auto­ma­ti­sche XML-Sitemap zu erzeugen.

Ach­te bei der Aus­wahl der URLs, die in der XML-Sitemap lan­den sol­len, beson­ders dar­auf, dass nur die URLs auf­ge­führt wer­den, die auch wirk­lich von Such­ma­schi­nen gecrawlt wer­den dür­fen und im Index lan­den sol­len. URLs, die du vom Inde­xie­ren aus­schlie­ßen möch­test, haben dort nichts zu suchen.

Ein wich­ti­ger Hin­weis in einer XML-Sitemap ist die „Last Mod“ Infor­ma­ti­on. Die­se zeigt an, wann die ein­zel­ne URL zum letz­ten Mal ver­än­dert wur­de. Das hilft dem Craw­ler her­aus­zu­fin­den, wel­che URL er noch­mals besu­chen soll­te, da sich Inhal­te gege­be­nen­falls ver­än­dert haben und wel­che er nicht besu­chen muss, da seit dem letz­ten Besuch kei­ne Ände­run­gen vor­ge­nom­men wur­den. Es gibt noch wei­te­re Hin­wei­se, die in einer XML-Sitemap hilf­reich sein könn­ten. Mehr zu dem The­ma und all­ge­mein Sitem­aps, kannst du direkt bei Goog­le Nach­le­sen: All­ge­mei­ne Infor­ma­tio­nen zu Sitem­aps von Goog­le.

Denk immer dar­an, dass du dei­ne Sitem­aps in der Goog­le Search Con­so­le ein­trägst. Dadurch weiß Goog­le, wo dei­ne Sitem­aps lie­gen und greift beim nächs­ten Besuch direkt auf die­se zurück. Mehr zu der Goog­le Search Con­so­le erfährst du im Kapi­tel „SEO Tools“.

Auszug aus XML-Sitemap Beispiel - SEO-Guide

Jeder Web­craw­ler liest beim Besuch einer Web­site immer erst die Robots.txt aus. Das Robots-Exclu­si­on-Stan­dard-Pro­to­koll sagt aus, dass die Datei im Haupt­ver­zeich­nis (/root) der Domain lie­gen muss und genau so benannt wer­den muss: „robots.txt“. Die­se Datei legt fest, wel­che Inhal­te der Craw­ler besu­chen darf und wel­che nicht. Damit kannst du also bestimm­te Berei­che dei­ner Web­site für den Goog­le-Craw­ler und ande­re Craw­ler sperren.

Wie der Datei­na­me bereits ver­rät, han­delt es sich hier­bei ledig­lich um eine ein­fach Txt-Datei. Du kannst also eine Robots.txt mit jedem ein­fa­chen Text­pro­gramm erstel­len. Die meis­ten Con­tent Manage­ment Sys­te­me bie­ten auch hier eine inte­grier­te Funk­ti­on direkt über das Sys­tem oder alter­na­tiv über Erwei­te­run­gen an.

Wenn du z. B. dei­nen Log­in-Bereich von Craw­lern abhal­ten möch­test (was du immer tun soll­test, da die Such­ma­schi­ne dort sowohl nichts ver­lo­ren hat, als auch kei­ne sinn­vol­len Inhal­te fin­det), kann der Befehl in der Robots.txt wie folgt aussehen:


User-Agent-Befehl

User-agent: *
Dis­al­low: /lo­gin-bereich/

Mit dem Befehl „User-agent: *“ sagst du an, dass alle User-Agents, also alle Craw­ler, den Anwei­sun­gen fol­gen sol­len. Du kannst auch expli­zi­te Craw­ler anspre­chen. Wenn sich die Befeh­le z. B. nur an Goog­le rich­ten sol­len und alle ande­ren Craw­ler die­se igno­rie­ren dür­fen, schreibst du „User-agent: goog­le­bot“. Jede Such­ma­schi­ne bzw. Craw­ler hat einen eige­nen User-Agent.

Wich­tig zu erwäh­nen ist, dass Such­ma­schi­nen die­se Pfa­de bzw. Sei­ten nicht besu­chen wer­den, die­se aber trotz­dem inde­xie­ren kön­nen. Zwar ohne Inhal­te, da der Besuch ver­bo­ten wur­de, aber trotz­dem kön­nen die­se URLs im Index lan­den. Mehr zum The­ma Robots.txt fin­dest du direkt bei Goog­le: Ein­füh­rung in robots.txt-Dateien von Goog­le.

Die Grafik zeigt eine Website, die nicht indexiert wird

Oft ist es auch sinn­voll, ein­zel­ne Sei­ten aus dem Index aus­zu­schlie­ßen. Die­se soll­ten also nicht in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen auf­tau­chen und wer­den für das Ran­king nicht gewer­tet. Ein in der Pra­xis oft genutz­tes Bei­spiel sind Sei­ten, die extra für Wer­be­an­zei­gen-Kam­pa­gnen erstellt wur­den. Die­se kön­nen mit dei­nen für Such­ma­schi­nen opti­mier­ten Sei­ten kon­kur­rie­ren und „Dupli­ca­te Con­tent“ kann ent­ste­hen, was Such­ma­schi­nen nicht unbe­dingt mögen. Es gibt aber noch ande­re Fäl­le, bei denen man Such­ma­schi­nen vom Inde­xie­ren abhal­ten soll­te. Das soll­te immer indi­vi­du­ell betrach­tet werden.

Um sol­che Sei­ten aus­zu­schlie­ßen, muss der NoIn­dex-Tag im Head-Bereich der URL gesetzt wer­den. Der Craw­ler schaut sich die Sei­te zwar an, nimmt die­se aber nicht in den Index auf. Des Wei­te­ren gibt es auch noch ein NoFol­low-Attri­but. Wenn die Sei­te auf NoFol­low gesetzt ist, wird die Such­ma­schi­ne den Links auf die­ser URL nicht fol­gen. Damit geben die­se Sei­ten auch kei­ne Link­power wei­ter. Du kannst eine Sei­te auch auf NoIn­dex und NoFol­low setz­ten. Die­ser Befehl soll­te im Head-Bereich der jewei­li­gen Sei­te dann so aussehen:


Robots Meta-Tag Befehl: NoIn­dex, NoFollow

<meta name=“robots“ content=“noindex, nofollow“ />

Neben den Befeh­len in der Robots.txt und den Meta-Robots-Tags gibt es auch noch Befeh­le in den X‑Ro­bots-Tags und den Data-Nos­nip­pet-Attri­but, mit denen du das Craw­ling und Inde­xie­rung für Such­ma­schi­nen steu­ern kannst. Schau dir dazu die Erklä­rung direkt von Goog­le an: Spe­zi­fi­ka­tio­nen für Robots-Meta-Tags, das Data-Nos­nip­pet-Attri­but und X‑Ro­bots-Tags von Goog­le.

Wei­ter­lei­tun­gen sind sehr wich­tig, wenn du dei­ne URL-Struk­tur änderst. Ohne ent­spre­chen­de Wei­ter­lei­tun­gen wirst du bei einer URL-Struk­tur-Ände­rung zwangs­läu­fig Ran­kings ver­lie­ren. Auch Cano­ni­cal-Tags hel­fen Such­ma­schi­nen dei­ne Inhal­te rich­tig ein­zu­ord­nen. Wel­che ver­schie­de­nen Wei­ter­lei­tun­gen es gibt und wie du die­se rich­tig ein­setzt, erfährst du in die­sem Kapitel.

Im Kapi­tel „URL-Struk­tur” hast du gelernt, dass dei­ne URL-Struk­tur wohl über­legt sein soll­te. Wenn du die­se ändern möch­test, musst du zwangs­läu­fig mit Wei­ter­lei­tun­gen arbei­ten. Was pas­siert, wenn sich auf­grund einer Umstruk­tu­rie­rung alle URLs ändern und du kei­ne Wei­ter­lei­tun­gen ein­rich­test? Dei­ne Sicht­bar­keit in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen wird dra­ma­tisch ein­bre­chen, wenn du nicht die nöti­gen Maß­nah­men ergreifst.

Der Grund dafür ist ganz ein­fach: Alle URLs, die im Index sind, kön­nen plötz­lich nicht mehr erreicht wer­den. Such­ma­schi­nen wie Goog­le kön­nen nicht wis­sen, dass der Inhalt auf einer ande­ren URL zu fin­den ist. Des­we­gen soll­test du ent­spre­chen­de Wei­ter­lei­tun­gen für alle geän­der­ten URLs anlegen.

Es gibt ver­schie­de­ne Arten von Wei­ter­lei­tun­gen. Bei Wei­ter­lei­tun­gen, auch Redi­rects genannt, sind für dich als Ein­stei­ger erst ein­mal drei Arten wich­tig. 301-Wei­ter­lei­tun­gen, 302- Wei­ter­lei­tun­gen und 307-Wei­ter­lei­tun­gen. Die jewei­li­gen Bezeich­nun­gen sind HTTP-Sta­tus­codes. Bei allen Sta­tus­codes, die mit einer „3” begin­nen han­delt es sich um Wei­ter­lei­tun­gen. Wenn du dei­ne URL-Struk­tur änderst, soll­test du immer eine 301-Wei­ter­lei­tung einrichten.

Mit einer 301-Wei­ter­lei­tung signa­li­sierst du Such­ma­schi­nen, dass die­se URL per­ma­nent wei­ter­ge­lei­tet wer­den soll. Bei 302- und 307-Wei­ter­lei­tun­gen han­delt es sich um tem­po­rä­re Wei­ter­lei­tun­gen. Du signa­li­sierst der Such­ma­schi­ne also, dass die „alte” URL bald wie­der ver­füg­bar ist und du den Inhalt nur tem­po­rär auf einer ande­ren URL dar­stel­len möchtest.

In der nach­fol­gen­den Tabel­le fin­dest du eine Über­sicht über die Bedeu­tun­gen aller HTTP-Statuscode-Arten:

Übersicht über die verschiedenen HTTP-Statuscodes

Wei­ter­lei­tun­gen kön­nen auf ver­schie­de­ne Wege ein­ge­rich­tet wer­den. Die meis­ten Con­tent Manage­ment Sys­te­me bie­ten die Mög­lich­keit, Wei­ter­lei­tun­gen direkt über das Sys­tem anzu­le­gen. Du wählst dann die ursprüng­li­che URL aus, die auf die neue Ziel-URL wei­ter­ge­lei­tet wer­den soll. Du kannst z. B. auch Wei­ter­lei­tun­gen über die .hat­ac­cess oder mod-rewri­te ein­rich­ten. Hier soll­test du aber etwas tech­ni­sches Know-How ver­fü­gen und wis­sen, was du machst. Du kannst mit die­sem kos­ten­lo­sen HTTP-Sta­tus­code-Che­cker eine URL ein­tra­gen und über­prü­fen, ob die Wei­ter­lei­tung funk­tio­niert und wel­che Sta­tus­codes aus­ge­wor­fen werden.

Wenn du URLs änderst, ist es meist nicht damit getan, nur eine Wei­ter­lei­tung ein­zu­rich­ten. Oft ist die alte URL noch auf der Web­site ver­linkt. Was wird also pas­sie­ren, wenn eine Such­ma­schi­ne die­se URL fin­det? Erst wird der Sta­tus­code 301 an die Such­ma­schi­ne zurück­ge­ge­ben und dann im bes­ten Fall mit der neu­en URL der Sta­tus­code 200, alles ok! Für SEO ist die­ser Vor­gang sub­op­ti­mal, da die Such­ma­schi­ne einen Umweg gehen muss. Des­we­gen soll­test du alle Ver­lin­kun­gen der alten URL mit der neu­en Ziel-URL auf der Web­site aus­tau­schen. Auch hier­für gibt es prak­ti­sche Tools, die dir zei­gen, wo die alten Ver­lin­kun­gen auf der Web­site noch vor­han­den sind. Mehr dazu im Kapi­tal „SEO-Tools„.

Canonical-Tag Visualisierung - SEO Guide

Ein Cano­ni­cal-Tag ist dann nütz­lich, wenn du den sel­ben oder sehr ähn­li­chen Inhalt auf meh­re­ren URLs hast. Gera­de bei Online-Shops, die für jede Far­be eines Pro­duk­tes eine eige­ne URL ange­legt haben ist ein Cano­ni­cal-Tag unab­ding­lich, da auf allen Sei­ten der glei­che Inhalt über das Pro­dukt dar­ge­stellt wird und damit „Dupli­ca­te Con­tent“ ent­steht. „Dupli­ca­te Con­tent“ ist im SEO grund­sätz­lich etwas, was man ver­mei­den soll­te. Hier musst du dich ent­schei­den, wel­che URL in den Such­ma­schi­nen­er­geb­nis­sen auf­tau­chen soll. Auf allen ande­ren Dupli­ka­ten soll­test du einen Cano­ni­cal-Tag auf die bevor­zug­te URL ein­rich­ten. Grund­sätz­lich emp­fiehlt es sich, auf jeder Sei­te dei­ner Domain einen Cano­ni­cal-Tag auf sich selbst ein­zu­rich­ten, um dem Craw­ler ein­deu­tig zu signa­li­sie­ren, was die kano­ni­sche URL ist.

Bei Cano­ni­cal-Tags soll­test du dar­auf ach­ten, dass die­se nur eine Emp­feh­lung an Such­ma­schi­nen dar­stel­len. Es ist nicht zwangs­läu­fig der Fall, dass Such­ma­schi­nen wie Goog­le dei­ne „Emp­feh­lung“ auch akzep­tie­ren. Im schlimms­ten Fall igno­riert Goog­le dei­nen Cano­ni­cal-Tag und inde­xiert wei­ter­hin die „fal­sche” URL. Ein Cano­ni­cal-Tag soll­te immer im Head-Bereich dei­ner Sei­te zu fin­den sein und könn­te wie folgt aussehen:

Cano­ni­cal-Tag Ein­bin­dung im Head-Bereich:

<link rel=“canonical“ href=https://www.domain.de/empfohlene-url />

Wenn du mehr als eine URL hast, die für sel­be Key­word oder sogar Key­word­set rankt, ist das ein Zei­chen dafür, dass sich die URLs zu ähn­lich sind. Hier emp­fiehlt sich kein Cano­ni­cal-Tag. In die­sem Fall soll­test du die Inhal­te von bei­den URLs zusam­men zufas­sen und auf einer der bei­den URLs umset­zen. Die ande­re URL kannst du dann per 301-Redi­rect auf die über­ar­bei­te­te URL weiterleiten.

Trotz der stän­di­gen Ände­run­gen am Goog­le-Algo­rith­mus spie­len Links immer noch eine ent­schei­den­de Rol­le bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Wie Goog­le Links bewer­tet, wor­auf du bei Link­buil­ding ach­ten soll­test und was gute Links aus­macht, erfährst du in die­sem Kapitel.

Goog­le war die ers­te Such­ma­schi­ne, die exter­ne Links als Ran­king­fak­tor bewer­tet hat. Der Page­Rank, benannt nach sei­nem Erfin­der und Goog­le Mit­grün­der Lar­ry Page, war damals ein revo­lu­tio­nä­res Ver­fah­ren, um exter­ne Links zu bewer­ten und in den Such­al­go­rith­mus ein­flie­ßen zu las­sen. Hier­bei spielt nicht nur die Anzahl der Links, die auf eine Domain ver­wei­sen eine Rol­le, son­dern auch die Popu­la­ri­tät einer Domain. Das heißt, je mehr und popu­lä­re­re Links auf eine Domain ver­wei­sen, des­to rele­van­ter ist die­se Domain.

Hier­bei wird die Link­power von Domain zu Domain wei­ter­ge­ge­ben. Natür­lich flie­ßen heu­te weit­aus mehr Fak­to­ren in den Goog­le-Algo­rith­mus als damals, trotz­dem spie­len Links immer noch eine gro­ße Rol­le im Bereich SEO. Beson­ders bei ganz neu­en Web­sites, die noch gar kei­ne Beach­tung im Goog­le-Index gefun­den haben, kön­nen ers­te Backlinks wei­ter­hel­fen. Ob man sich mit dem The­ma Link­buil­ding über­haupt noch beschäf­ti­gen soll­te, bleibt jedem selbst über­las­sen. Mei­ner Mei­nung nach scha­det es nicht, solan­ge man gute Backlinks auf­baut, die dem Benut­zer auch einen Mehr­wert brin­gen und geklickt wer­den. Sein Link­pro­fil soll­te man immer im Blick behalten.

In der Ver­gan­gen­heit konn­te der Ran­king­fak­tor „Links“ noch sehr leicht mani­pu­liert wer­den. Damals war es mög­lich, mit aus­rei­chend guten Links für fast jedes Key­word auf der ers­ten Posi­ti­on zu ran­ken. Nach­dem der Pen­gu­in im Core-Algo­rith­mus von Goog­le in Real-Time ein­fließt, ist die­se Zeit defi­ni­tiv vor­bei. Des­we­gen führt nur noch sau­be­res Link­buil­ding zum Erfolg.

Beim Link­buil­ding soll­test du immer den eigent­li­chen Sinn eines Links berück­sich­ti­gen. Links sind dafür da, um Besu­cher einer Web­site auf wei­te­re inter­es­san­te Inhal­te zu füh­ren. Die­se Bedeu­tung wird lei­der im SEO oft außer Acht gelas­sen. Des­we­gen soll­test du beim Link­buil­ding drauf ach­ten, dass der Link ech­ten Traf­fic auf dei­ne Sei­te bringt. Der Link soll­te anspre­chend sein und Besu­chern einen wirk­li­chen Mehr­wert brin­gen, wenn sie auf dei­ne Web­site gelangen.

Du soll­test immer beach­ten, dass schlech­te Links und zu offen­sicht­li­cher Lin­kauf­bau nega­ti­ve Fol­gen für dei­ne Web­site haben kann. In den Goog­le Gui­de­li­nes wird akti­ves Link­buil­ding unter­sagt und kann mit Ver­lus­ten der Ran­kings oder sogar zu einer kom­plet­ten Dein­de­xie­rung füh­ren. Sei dir also beim Link­buil­ding immer über die mög­li­chen Kon­se­quen­zen bewusst.

Merk­ma­le von schlech­ten Links

  • Link­ver­zeich­nis­se: Links aus Ver­zeich­nis­sen, die nur des­we­gen exis­tie­ren, um Links auf­zu­lis­ten und sonst kei­nen Mehr­wert bie­ten, wer­den dir nicht viel brin­gen. Im Über­maß kön­nen dir sol­che Links sogar schaden.
  • Kom­men­tar­links: Links in Blog-Kom­men­ta­ren waren frü­her eine bewähr­te Maß­nah­me, um an Links zu kom­men. Ver­schwen­de hier­für kei­ne Zeit, da sol­che Links dir nicht viel bis gar nichts brin­gen und dir auch im Über­maß scha­den können.
  • The­men­frem­de Web­sites: Wenn dein Link­pro­fil aus über­wie­gend the­men­frem­den Web­sites kommt, ist das all­ge­mein ein schlech­tes Signal für Suchmaschinen.
  • Link­schleu­dern: Links von Web­sites, die schon seit län­ge­rer Zeit nicht mehr gepflegt wer­den und nur noch für Links „aus­ge­schlach­tet“ wer­den, soll­test du vermeiden.
  • Auto­ma­ti­sier­te Links in Web­sites: Links, die wie­der­keh­rend auf einer Web­site auto­ma­ti­siert ein­ge­bun­den wer­den, wie z. B. in der Navi­ga­ti­on, Side­bar oder Foo­ter, soll­test du mei­den. Such­ma­schi­nen kön­nen die­se wie­der­keh­ren­den Links leicht erkennen.
  • Bad Neigh­bor­hood: Links von Porno‑, Glücks­spiel- oder ande­ren Web­sites, die von Such­ma­schi­nen eher gemie­den wer­den, soll­ten tabu für dich sein.
  • Toxi­sche Web­sites: Links von Web­sites mit einem schlech­ten bzw. toxi­schem Link­pro­fil wer­den dir genau die­ses schlech­te Signal wei­ter­ge­ben. Des­we­gen soll­test du sol­che Web­sites mei­den. Um toxi­sche Web­sites zu erken­nen, gibt es eini­ge hilf­rei­che Tools. Mehr dazu im Kapi­tel SEO-Tools.

Wich­tig sind Links, die natür­lich wir­ken. Links, die also nicht aus­se­hen, als wären sie nur aus SEO-Grün­den ein­ge­baut wur­den. Schau dir mal die Links an, die ich in die­sem SEO Gui­de ein­ge­baut habe. Mei­ne Inten­ti­on ist es nicht, die Ran­kings die­ser Web­sites zu ver­bes­sern, son­dern dir wei­te­re hilf­rei­che Inhal­te zu emp­feh­len. Wenn du gute Inhal­te erstellst, wer­den sol­che Links auch oft von allei­ne kom­men. Mit gutem Link­buil­ding kann man sol­che Links aber auch aktiv gene­rie­ren. Damit du auch etwas hast, was wür­dig ist ver­linkt zu wer­den, benö­tigst du guten Con­tent. Con­tent im Sin­ne von Rat­ge­bern, Vide­os, Info­gra­fi­ken – Inhal­te, die einen Infor­ma­ti­ons­be­darf stil­len. Sol­che Inhal­te wer­den ger­ne und natür­lich ver­linkt, daher soll­test du zunächst gute Inhal­te erstel­len, die du als Link­quel­le ver­wen­den kannst. Links auf Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen, also trans­ak­ti­ons­ori­en­tier­te Lan­ding­pa­ges, sind oft unna­tür­lich und wer­den nicht sel­ten als Spam abgestempelt.

All­ge­mein ist das The­ma „Link­buil­ding“ nicht ein­fach, da du immer von ande­ren Web­sites abhän­gig bist. Für dich ist es wich­tig zu wis­sen, dass das Kau­fen von Links für Goog­le eine Mani­pu­la­ti­on dar­stellt und abge­straft wird, wenn Goog­le es ent­we­der durch deren Algo­rith­men oder manu­ell iden­ti­fi­ziert. Sei dir also immer bewusst, dass du damit auch gro­ßen Scha­den anrich­ten kannst, wenn du nicht vor­sich­tig bist. Mit die­ser Auf­klä­rung kannst du selbst ent­schei­den, wie weit du gehen möch­test. Ers­te Tipps zum The­ma Link­buil­ding fin­dest du bei den Kol­le­gen vom OMT: Link­buil­ding ein­fach erklärt! Die bes­ten Tipps für Ein­stei­ger.

Merk­ma­le von guten Links

  • The­men­re­le­van­te Web­sites: Ach­te dar­auf, dass dein Link­pro­fil von the­men­re­le­van­ten Web­sites kommt. Web­sites, die das sel­be The­ma wie du abde­cken und wo der Link auch pas­send ist, sind gute Quellen.
  • Links aus dem Con­tent: Links, die direkt aus dem Con­tent kom­men und dem Web­site-Besu­cher einen wei­te­ren oder tie­fe­ren Ein­blick in das The­ma brin­gen. Damit erzeugst du eine hohe Relevanz.
  • Gepfleg­te Web­sites: Web­sites, die gepflegt wer­den, auf denen ste­tig neue Inhal­te erzeugt wer­den, eine gute und wach­sen­de Sicht­bar­keit auf­wei­sen und wirk­lich „leben“, sind gute Quel­len für Links.
  • Links, die Traf­fic brin­gen: Links, die so rele­vant im Con­tent ein­ge­bun­den sind, dass die Web­site-Besu­cher auch wirk­lich drauf kli­cken und auf dei­ne Web­site kom­men, um sich wei­ter zu infor­mie­ren, sind ein Volltreffer.
  • DoFol­low-Links: Ach­te dar­auf, dass der Link nicht als „NoFollow“-Link mar­kiert ist. Mit einem „DoFollow“-Attribut wird hin­ge­gen auch die Link­power weitergegeben.

Gast­bei­trä­ge wer­den im SEO oft als gute Her­an­ge­hens­wei­se zum Lin­kauf­bau defi­niert. Schließ­lich lie­fert man der Web­site und deren Web­site­be­su­chern kos­ten­los gute Inhal­te mit viel Mehr­wert und ver­langt ledig­lich eine Ver­lin­kung zum Autor oder dem Unternehmen.

Da solch ein Link aber auch nicht „frei­wil­lig“ gesetzt wird, son­dern mit einer Gegen­leis­tung ein­her­geht, ver­stößt auch die­se Her­an­ge­hens­wei­se gegen die Goog­le-Richt­li­ni­en. Hier hat sich Goog­le bereits klar aus­ge­spro­chen und emp­fiehlt bei Gast­bei­trä­gen, sol­che Links auf „NoFol­low“ zu stel­len. Der Web­site-Besu­cher hat damit kei­nen Nach­teil, der Link wird aber nicht posi­tiv in dei­ne Ran­kings einfließen.

Wenn du dich mit dem The­ma Link­pro­fil aus­ein­an­der gesetzt hast, wirst du fest­ge­stellt haben, dass gro­ße Brands meist vie­le und sehr gute Links haben. Das liegt ein­fach dar­an, dass die Mar­ken sehr bekannt sind, viel in Sachen Mar­ke­ting und PR machen und bereits zu Genü­ge rele­van­te Inhal­te haben, die frei­wil­lig ver­linkt wer­den. Das ist genau der Sinn und die Absicht, wie­so Goog­le Links im Algo­rith­mus einen so gro­ßen Stel­len­wert gibt. Web­sites, die sich um ihre Außen­prä­senz küm­mern, gutes Mar­ke­ting machen, wis­sen wo ihre Ziel­grup­pe ist und wie die­se ange­spro­chen wird, bekom­men gute Links und wer­den dadurch mit guten Ran­kings von Such­ma­schi­nen belohnt. Links sind ledig­lich der Mess­wert für Such­ma­schi­nen, um Bekannt­heit zu Ver­trau­en zu messen.

Loka­le Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist beson­ders für Unter­neh­men mit einem loka­len Stand­ort wich­tig. Such­an­fra­gen, die sich auf die nähe­re Regi­on bezie­hen, unter­lie­gen oft ande­ren Kri­te­ri­en als gewöhn­li­che Such­an­fra­gen. Vor allem bei mobi­len Suchen sind loka­le Ergeb­nis­se sehr wich­tig, da ein Bezug zum aktu­el­len Stand­ort oft eine Rol­le spielt. Wie­so du dei­ne Web­site für loka­le Such­an­fra­gen opti­mie­ren soll­test und wie du das anstellst, erfährst du in die­sem Kapitel.

Bei vie­len Such­an­fra­gen, bei denen der aktu­el­le Stand­ort eine Rol­le spielt, wer­den an ver­schie­de­nen Stand­or­ten auch unter­schied­li­che Such­ergeb­nis­se ange­zeigt. Bei jeder Such­an­fra­ge über­prüft Goog­le den Stand­ort des Suchen­den. Bei einer Such­an­fra­ge wie „Restau­rant“, „Piz­za bestel­len“ oder „Fri­seur“ spielt der Stand­ort eine wich­ti­ge Rolle.

Obwohl die Stadt oder der Ort nicht direkt ein­ge­ben wird, ver­steht Goog­le, dass ein Restau­rant für dich in Ber­lin nicht in Fra­ge kommt, wenn du aktu­ell in Mün­chen bist. Dies spielt beson­ders bei mobi­len Such­an­fra­gen eine grö­ße­re Rol­le, da der Bezug zum aktu­el­len Ort oft rele­van­ter ist. Daher ist es wich­tig, dass du Such­ma­schi­nen wie Goog­le die rich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stellst. Wenn Goog­le bei einer Such­an­fra­ge eine „Local­box“ aus­spielt, kannst du davon aus­ge­hen, dass die­se Such­an­fra­ge einen loka­len Bezug hat.

Local-Pack - Google Suchergebnisse - SEO-Guide

Die drei Ergeb­nis­se in der Local­box wer­den durch einen Goog­le My Busi­ness Ein­trag dar­ge­stellt. Goog­le My Busi­ness ist ein kos­ten­lo­ses Unter­neh­mens­pro­fil von Goog­le. Um in den loka­len Such­ergeb­nis­sen ange­zeigt zu wer­den, ist ein Goog­le My Busi­ness Ein­trag daher zwin­gend not­wen­dig. Wenn du noch kei­nen Ein­trag hast, regis­trie­re dich kos­ten­los und lege dei­nen Stand­ort an.

Fül­le alle Fel­der bedacht und detail­liert aus. Hier­bei gibt es aber auch eini­ge Din­ge zu beach­ten. Bei der E‑Mail-Adres­se emp­feh­le ich dir, eine E‑Mail-Adres­se ein­zu­tra­gen, die auch an dei­ne Web­site geknüpft ist. Daher emp­fiehlt sich „info@deinewebsite.de“ eher als „deinewebsite@gmail.com“. Damit signa­li­sierst du Goog­le zusätz­lich, dass du der legi­ti­me Fir­men­ei­gen­tü­mer bist.

Als Fir­men­na­me soll­test du auch kon­sis­tent dei­nen Fir­men­na­men ein­tra­gen. Key­words wie „bes­ter“ oder „bil­ligs­ter“ soll­test du unbe­dingt ver­mei­den. Auch bei der Wahl der Tele­fon­num­mer soll­test du als pri­mä­re Tele­fon­num­mer eine wäh­len, die eine loka­le Vor­wahl ent­hält. „0800“-Nummern oder Han­dy­num­mern sind nicht optimal.

Bei der Beschrei­bung dei­nes Unter­neh­mens soll­test du immer einen ein­zig­ar­ti­gen Text ver­wen­den. Kopie­re kei­nes­falls einen Text, der bereits auf dei­ner Web­site steht. Auch die Bil­der in dei­nem Goog­le My Busi­ness Ein­trag spie­len eine Rol­le. Benut­ze des­we­gen pro­fes­sio­nel­le Bil­der. Als „Pro­fil­bild“ soll­test du dein Fir­men­lo­go wäh­len, das du auf dei­ner Web­site und ande­ren sozia­len Netz­wer­ken nutzt. Falls du dein Logo änderst, ände­re es auch bei dei­nem Goog­le My Busi­ness Eintrag.

Damit Goog­le sicher gehen kann, dass es dein Unter­neh­men und die dazu­ge­hö­ri­ge Adres­se wirk­lich gibt, musst du dei­nen Goog­le My Busi­ness Ein­trag über eine Post­kar­ten-PIN bestä­ti­gen. Sobald du die­se bean­tragt hast, wird dir inner­halb der nächs­ten zwei bis drei Wochen eine Post­kar­te an die ange­ge­ben Adres­se gesen­det. Natür­lich soll­test du auch sicher­stel­len, dass dein Fir­men­na­me am Brief­kas­ten hängt. Nach­dem du die­se Kar­te erhal­ten hast, musst du den PIN noch in dei­nem Goog­le My Busi­ness Kon­to bestä­ti­gen. Danach wird dein Ein­trag veri­fi­ziert und ein klei­nes Häk­chen erscheint neben dei­nem Fir­men­na­men. Nun soll­test du auch in der Local­box bei Goog­le auftauchen.

Verifizierte Google My Business Einträge

Auch für die eigent­li­che Web­site gibt es eini­ge Vor­keh­run­gen, die du tref­fen soll­test. Wie bereits ange­spro­chen, ist es wich­tig, im Goog­le My Busi­ness Ein­trag und auf dei­ner Web­site kon­sis­tent immer die glei­chen Daten für Anschrift, Tele­fon­num­mer, Öff­nungs­zei­ten etc. zu verwenden.

Doch was machst du, wenn dein Unter­neh­men meh­re­re Stand­or­te hat? Wenn das der Fall ist, soll­test du für jeden Stand­ort eine eige­ne Unter­sei­te erstel­len. Wenn dein Unter­neh­men bei­spiels­wei­se in Mün­chen und Ber­lin zu fin­den ist, könn­te die URL-Struk­tur für dei­ne Stand­ort­sei­ten so aussehen:

URL-Sche­ma Standortseiten:

.de/standorte/berlin
.de/standorte/muenchen

Für die ein­zel­nen Stand­ort­sei­ten soll­test du auch einen indi­vi­du­el­len Inhalt erstel­len. Wenn es dir schwer fällt, für die ein­zel­nen Stand­or­te unter­schied­li­che Inhal­te zu erstel­len, ver­su­che zu beschrei­ben, wel­che Tätig­kei­ten, Berei­che und Fach­ab­tei­lun­gen an die­sem Stand­ort zu fin­den sind und was sich im Ver­gleich zu den ande­ren unter­schei­det. Alle wich­ti­gen Daten wie Anschrift, Tele­fon­num­mer, Öff­nungs­zei­ten etc. soll­ten auf jeder Stand­ort­sei­te indi­vi­du­ell ein­ge­tra­gen wer­den. Die Meta-Daten der Stand­ort­sei­ten soll­test du natür­lich auch beach­ten und vor allem die Stadt bzw. den Ort und dein Haupt­key­word ver­wen­den. So emp­feh­le ich dir immer das fol­gen­de Sche­ma im Titel:

Titel­sche­ma Standortseiten:

<title>Unternehmensname – Haupt­key­word – Ort</title>

Fir­men­ein­trä­ge in Bran­chen­ver­zeich­nis­sen sind rele­vant für Local SEO. Du soll­test beach­ten, dass die Ein­trä­ge aus­führ­lich und mit Bedacht aus­ge­füllt sind. Nicht jedes Bran­chen­ver­zeich­nis eig­net sich für einen Ein­trag. Du soll­test bei Fir­men­ein­trä­gen immer dar­an den­ken, dass ein Link nicht immer not­wen­dig ist. Goog­le erkennt einen voll­stän­di­gen Fir­men­ein­trag und kann die­sen zu dei­nem Unter­neh­men zuordnen.

Ach­te auch hier dar­auf, dass du alle Fel­der gewis­sen­haft und feh­ler­frei aus­füllst. Beson­ders wich­tig: Alle Ein­trä­ge wie Adres­se, Tele­fon­num­mer, Öff­nungs­zei­ten etc. soll­ten auf allen Ein­trä­gen ein­heit­lich sein. Die Beschrei­bung dei­nes Unter­neh­mens soll­test du auf jedem Bran­chen­buch­ein­trag indi­vi­du­ell erstel­len. Hier beginnt die Fleiß­ar­beit. Wenn du dei­ne Fir­men­web­site für loka­le Such­an­fra­gen opti­mie­ren willst, soll­test du Fir­men­ein­trä­ge nicht vernachlässigen.

  1. 1.
    Zuwei­sung von sinn­vol­len Kate­go­rien aus Goog­le My Busi­ness und auf Bewer­tungs- & Branchenportalen.
  2. 2.
    Die Adres­se des Unter­neh­mens liegt in der vom Nut­zer gesuch­ten Stadt.
  3. 3.
    Ein­heit­lich­keit und Aktua­li­tät der Firmeneinträge.
  4. 4.
    Qua­li­tät und Auto­ri­tät der struk­tu­rier­ten Firmeneinträge.
  5. 5.
    Fir­men­be­zeich­nung, Ruf­num­mer und Adress­da­ten auf der Web­site stim­men mit den Anga­ben im Goog­le My Busi­ness Ein­trag überein.
  6. 6.
    Anzahl der Firmeneinträge.
  7. 7.
    Domain­au­to­ri­tät der Web­site (Qua­li­tät der Verlinkungen)
  8. 8.
    Veri­fi­zie­rung des Fir­men­ein­tra­ges in Goog­le My Business.
  9. 9.
    Anga­be der Stadt bzw. Regi­on im Sei­ten-Titel der Startseite.
  10. 10.
    Ent­fer­nung vom Zen­trum der gesuch­ten Stadt, Ort­schaft oder Region.
  11. 11.
    Anzahl der Fir­men­ein­trä­ge, die auf bran­chen­re­le­van­ten Domains inde­xiert werden.
  12. 12.
    Loka­le Tele­fon­vor­wahl ein­heit­lich in allen Fir­men­ein­trä­gen, Goog­le My Busi­ness und auf der Website.
  13. 13.
    Stadt und Regi­on in allen Sei­ten-Titeln der Website.
  14. 14.
    Anzahl der Bewer­tun­gen auf exter­nen Bewertungsportalen.
  15. 15.
    Sei­ten­au­to­ri­tät der Goog­le My Busi­ness Seite.

Da das The­ma Local SEO so umfang­reich ist, könn­te ich die­sem The­ma einen eige­nen Bei­trag schen­ken. Um den Rah­men des SEO Gui­des für Anfän­ger nicht zu spren­gen, habe ich dir hier ledig­lich die wich­tigs­ten Maß­nah­men auf­ge­lis­tet und erklärt. Wenn der Stand­ort und damit Kun­den aus dei­ner direkt Umge­bung für dein Geschäfts­mo­dell Prio 1 ist, soll­test du noch etwas mehr Zeit in das The­ma inves­tie­ren. Dafür emp­feh­le ich dir die ulti­ma­ti­ve Local SEO Audit von Win­lo­cal. Gehe die­se Anlei­tung Schritt für Schritt durch, wenn der Stand­ort für dich ein wich­ti­ger Fak­tor ist.

Unse­re Smart­pho­nes haben den klas­si­schen Desk­top schon lan­ge als pri­mä­res End­ge­rät für das Inter­net abge­löst. Was du im SEO für Mobi­le beach­ten soll­test, wie du dei­ne Sicht­bar­keit in den mobi­len Such­an­fra­gen stei­gern kannst und was du unbe­dingt ver­mei­den soll­test, erfährst du in die­sem Kapitel.

Such­ma­schi­nen wie Goog­le agie­ren schon lan­ge in der „Mobi­le First World“. Goog­le spricht mitt­ler­wei­le sogar von „Mobi­le Only“. Der Goog­le­bot crawlt dei­ne Web­site pri­mär in der mobi­len Ver­si­on. Das bedeu­tet, dass ledig­lich alle Inhal­te, die in der mobi­len Ver­si­on dar­ge­stellt wer­den, durch den Goog­le Algo­rith­mus bewer­tet wer­den. Das wirkt sich damit auch für die Such­ergeb­nis­se auf dem Desk­top aus.

Daher emp­fiehlt es sich, eine Web­site pri­mär für die mobi­len End­ge­rä­te zu kon­zi­pie­ren und dar­aus eine Desk­top-Vari­an­te abzu­wan­deln und nicht umge­kehrt, wie es frü­her der Fall war. Hier­bei soll­test du auf ein respon­si­ves Web­de­sign set­zen. Wenn du mei­nen Gui­de gera­de auf dem Desk­top liest, schie­be das Fens­ter des Brow­sers zusam­men. Du siehst, dass sich die Inhal­te der Web­site der jewei­li­gen Grö­ße des Brow­sers anpassen.

Respon­si­vi­tät gehört heu­te zum Stan­dard jeder Web­site. Nie­mand möch­te mit dem Smart­pho­ne läs­tig hin und her zoo­men, um auf einer Web­site zu sur­fen. Das ent­spricht kei­nem guten Benut­zer­ver­hal­ten. Wie du bereits zu Beginn des SEO Gui­des gelernt hast, spielt das Benut­zer­ver­hal­ten eine immer grö­ße­re Rol­le im Bereich SEO.

Ob dei­ne Web­site für mobi­le End­ge­rä­te geeig­net ist, kannst du dir ganz ein­fach im Goog­le Mobi­le Friend­ly Tes­ter anschau­en. Gibt dort ein­fach dei­ne Web­site ein und schaue, wie Goog­le dei­ne Web­site im mobi­len Umfeld bewertet.

Google Mobile Friendly Tester

Die Lade­ge­schwin­dig­keit der Web­site ist vor allem für mobi­le End­ge­rä­te ent­schei­dend. Goog­le hat sogar bestä­tigt, dass die Lade­ge­schwin­dig­keit dei­ne Ran­kings beein­flus­sen kann. Beson­ders mobil kann die Inter­net­ge­schwin­dig­keit stark vari­ie­ren. Daher ist es für dei­ne mobi­len Besu­cher noch wich­ti­ger als für dei­ne Desk­top­be­su­cher, dei­ne Web­site in einer ange­mes­se­nen Geschwin­dig­keit aus­zu­lie­fern. Du kennst es wahr­schein­lich selbst von dei­nem eige­nen Nut­zer­ver­hal­ten: Nichts ist ner­vi­ger als eine Web­site, die ewig oder gar nicht lädt.

Das The­ma Web­site-Lade­ge­schwin­dig­keit ist nicht nur im SEO wich­tig. All­ge­mein pro­fi­tiert dein Inter­net­auf­tritt von der Geschwin­dig­keit der Web­site und das hat vie­le und meist kom­ple­xe tech­ni­sche Hin­ter­grün­de. Wenn du dei­ne Web­site-Lade­ge­schwin­dig­keit für Desk­top und Mobi­le über­prü­fen möch­test, gib dei­ne URL bei Goog­le Page­S­peed Insights ein. Dort wer­den dir alle wich­ti­gen tech­ni­schen Kenn­zah­len dargestellt.

Die PageSpeed Insights von Google

Mit den Core Web Vitals erstellt Goog­le ein­heit­li­che Qua­li­täts­si­gna­le, um die Nut­zer­er­fah­rung auf einer Web­site bes­ser bewer­ten zu kön­nen. Mit die­sen Kenn­zah­len kannst du die User Expe­ri­ence dei­ner Web­site bes­ser ein­stu­fen und bewer­ten. Im Kern geht es dabei um den Lade­vor­gang einer Sei­te, die Inter­ak­ti­vi­tät auf einer Sei­te und die visu­el­le Sta­bi­li­tät einer Sei­te. Hier sind wir also bei dem The­ma PageSpeed.

Goog­le hat die Core Web Vitals sogar seit Mai 2021 als Ran­king­fak­tor ein­ge­führt, was bedeu­tet, dass ein schlech­ter Wert der Core Web Vitals dei­ne Ran­kings nega­tiv beein­flus­sen kann. Du kannst dei­nen Core Web Vitals Wert mit meh­re­ren Goog­le-Tools über­prü­fen. Unter ande­rem in Page­S­peed Insights, aber auch in der Goog­le Search Con­so­le dei­ner Website.

Goog­le defi­niert für die Core Web Vitals drei Wer­te: LCP (Lar­gest Con­tent­ful Paint), FID (First Input Delay) und CLS (Cumu­la­ti­ve Lay­out Shift):


STA­TUS­MESS­WER­TE DER CORE WEB VITALS

  • LCP (Lar­gest Con­tent­ful Paint): Die Zeit vom Auf­ru­fen der URL durch den Nut­zer bis zum voll­stän­di­gen Ren­dern des größ­ten sicht­ba­ren Inhalts­ele­ments im Dar­stel­lungs­be­reich. Das größ­te Ele­ment ist in der Regel ein Bild, ein Video oder ein gro­ßes Text­ele­ment auf Blo­ckebe­ne. Das ist wich­tig, weil der Nut­zer so weiß, dass die URL tat­säch­lich gela­den wird. Der Wert Agg LCP (aggre­gier­ter LCP) im Bericht gibt die Zeit an, die bei 75 % der Besu­che einer URL in der Grup­pe benö­tigt wird, um den LCP-Sta­tus zu erreichen.
  • FID (First Input Delay): Die Zeit von der ers­ten Inter­ak­ti­on des Nut­zers mit dei­ner Sei­te bis zum Reagie­ren des Brow­sers auf die­se Inter­ak­ti­on. Eine Inter­ak­ti­on fin­det bei­spiels­wei­se statt, wenn der Nut­zer auf einen Link klickt oder auf eine Schalt­flä­che tippt. Der Wert wird von dem inter­ak­ti­ven Ele­ment abge­ru­fen, auf das der Nut­zer zuerst klickt. Das ist auf Sei­ten wich­tig, auf denen Nut­zer etwas tun müs­sen, weil die Sei­te dann als inter­ak­tiv gilt. Der Wert Agg FID (aggre­gier­ter FID) im Bericht gibt an, dass die­ser oder ein bes­se­rer Wert für 75 % der Besu­che einer URL in die­ser Grup­pe erzielt wurde.
  • CLS (Cumu­la­ti­ve Lay­out Shift): CLS gibt die Gesamt­sum­me der ein­zel­nen Wer­te für alle uner­war­te­ten Lay­out­ver­schie­bun­gen an, die wäh­rend der Lebens­dau­er einer Sei­te auf­tre­ten. Der Wert liegt zwi­schen null und einer belie­bi­gen posi­ti­ven Zahl – je grö­ßer der Wert, des­to mehr Lay­out­ver­schie­bun­gen sind auf­ge­tre­ten. Das ist wich­tig, weil es nicht nut­zer­freund­lich ist, wenn sich Sei­ten­ele­men­te wäh­rend der Inter­ak­ti­on bewe­gen. Wenn der Wert hoch ist und du den Grund dafür nicht fin­den kannst, ver­su­che, mit der Sei­te zu inter­agie­ren, um zu sehen, wie sich das auf den Wert aus­wirkt. Agg-CLS (aggre­gier­ter CLS) im Bericht gibt den nied­rigs­ten gemein­sa­men CLS für 75 % der Besu­che einer URL in der Grup­pe an.

Schau dir in dei­nem Web­site-Ana­ly­se-Tool wie z. B. Goog­le Ana­ly­tics an, wie viel Pro­zent dei­ner Web­site-Besu­cher dei­ne Web­site mobil besu­chen. Im B2C-Kon­text ist der mobi­le Anteil meist höher als der Desk­top-Anteil. Im B2B-Kon­text domi­niert meist immer noch der Desk­top-Anteil, da die poten­zi­el­len Kun­den meist am Desk­top auf der Arbeit Anbie­ter oder Pro­duk­te in Such­ma­schi­nen suchen.

Du soll­test dir auch anschau­en, ob dei­ne mobi­len Web­site-Besu­cher anders in Such­ma­schi­nen suchen als auf dem Desk­top. Infor­ma­tio­nen dar­über erhältst du in der Goog­le Search Con­so­le. Dort kannst du expli­zit zwi­schen Mobi­le und Desk­top filtern.

Um dei­ne Erfol­ge und SEO-Maß­nah­men zuver­läs­sig aus­wer­ten und damit wei­te­re Maß­nah­men ablei­ten zu kön­nen, benö­tigst du hilf­rei­che Tools, die dir wich­ti­ge Daten und Infor­ma­tio­nen lie­fern. In die­sem Kapi­tel erfährst du, wel­che kos­ten­lo­sen und kos­ten­pflich­ti­gen Tools sinn­voll sind und wie dir die­se dei­ne Arbeit erleichtern.

Kapi­tel 12 als kos­ten­lo­ser Download

Das Kapi­tel 12 „SEO-Tools“ stel­le ich dir als kos­ten­lo­sen Down­load zur Ver­fü­gung. Du bekommst nicht nur das letz­te Kapi­tel, son­dern den kom­plet­ten SEO Anfän­ger Gui­de als prak­ti­sches E‑Book. Damit hast du alle Infor­ma­tio­nen immer griff­be­reit bei dir!

Glück­wunsch! Du hast alle 12 Kapi­tel und damit über 12.000 Wör­ter an Wis­sen auf­ge­saugt. Ich hof­fe, die ers­ten Schrit­te im SEO fal­len dir nun etwas leichter.

Das The­ma SEO ist natür­lich viel tief­grei­fen­der und umfasst vie­le wei­te­re Facet­ten, die für eine erfolg­rei­che SEO-Stra­te­gie nötig sind. Wenn du noch mehr über SEO ler­nen möch­test, abon­nie­re unse­ren News­let­ter, schau auf unse­rem Blog vor­bei und fol­ge uns auf unse­ren sozia­len Netzwerken!

Wenn du wirk­lich im SEO durch­star­ten willst und in einer gei­len SEO-Agen­tur arbei­ten möch­test, dann schau ger­ne in unse­rem Kar­rie­re­be­reich vor­bei und schreib uns eine Bewerbung.

Wir wün­schen dir viel Erfolg und star­ke Rankings!

 

Wer schreibt hier

Artur Kosch

Artur Kosch - Geschäftsführender Gesellschafter
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