• 28. Januar 2026
  • 4 Min

Mehr Kapi­tal in ETFs durch hohe Sicht­bar­keit bei Google

Kapi­tal­zu­flüs­se gel­ten im Asset Manage­ment tra­di­tio­nell als Ergeb­nis von Per­for­mance, Pro­dukt­struk­tur, Gebüh­ren und Ver­triebs­kraft. Eine wis­sen­schaft­li­che Stu­die zum The­ma „Stei­gert Such­ma­schi­nen-Sicht­bar­keit die Kapi­tal­zu­flüs­se von ETFs“ zeigt nun: Auch die Sicht­bar­keit auf Goog­le hat einen mess­ba­ren Ein­fluss dar­auf, wohin Geld fließt.

Unter­sucht wur­den rund 1.700 US‑ETFs von 75 Anbie­tern. Das Ergeb­nis ist für Marketing‑ und Wachs­tums­ver­ant­wort­li­che in Finanz­un­ter­neh­men hoch­re­le­vant: Pro­duk­te mit hoher orga­ni­scher Google‑Sichtbarkeit ver­zeich­nen signi­fi­kant höhe­re Zuflüs­se – selbst dann, wenn klas­si­sche Pro­dukt­fak­to­ren berück­sich­tigt werden.

Die For­sche­rin Olga Obiz­hae­va (Stock­holm School of Eco­no­mics) hat Web‑Analytics‑Daten von SEM­rush mit Finanz­kenn­zah­len kom­bi­niert und über meh­re­re Quar­ta­le ana­ly­siert. Der Fokus lag auf einer ein­fa­chen, aber ent­schei­den­den Frage:

Hat die Plat­zie­rung eines Finanz­pro­dukts in der Google‑Suche einen Ein­fluss auf spä­te­re Kapitalzuflüsse?

Die Ant­wort ist ein­deu­tig: Ja.

ETFs, deren Web­sites auf den ers­ten fünf Sei­ten der Google‑Suchergebnisse erschei­nen, ver­zeich­nen im dar­auf­fol­gen­den Quar­tal signi­fi­kant höhe­re Zuflüs­se als ver­gleich­ba­re Pro­duk­te mit gerin­ge­rer Sichtbarkeit.

Kon­kret zeigt die Studie:

  • Google‑Seite 1: ca. +5,1 % höhe­re Zuflüsse
  • Google‑Seite 2: ca. +4,5 %
  • Google‑Seite 3: ca. +2,8 %
Danach nimmt der Effekt schritt­wei­se ab. Die­se Effek­te blei­ben bestehen, selbst wenn Per­for­mance, Fonds­grö­ße, Alter und Gebüh­ren sta­tis­tisch kon­trol­liert werden. 
Beson­ders bemer­kens­wert: Die Stu­die zeigt, dass orga­ni­sche Google‑Sichtbarkeit mehr Vari­anz in den ETF‑Flows erklärt als Gebüh­ren oder Bid‑Ask‑Spreads. Natür­lich blei­ben Fak­to­ren wie Per­for­mance, Fonds­vo­lu­men und Track Record ent­schei­dend. Aber: Digi­ta­le Auf­find­bar­keit ist kein wei­cher Marketing‑Faktor mehr – sie wirkt direkt auf har­te Business‑KPIs.  Wenn dein Pro­dukt online nicht prä­sent ist, wird es in der frü­hen Ent­schei­dungs­pha­se vie­ler Inves­to­ren schlicht nicht berücksichtigt. 
Die Stu­die ana­ly­siert auch den Ein­satz von SEA (Search Engi­ne Advertising): 
  • Nur 13 % der unter­such­ten ETFs inves­tie­ren aktiv in Goog­le Ads
  • Die monat­li­chen Aus­ga­ben rei­chen von unter 1.000 USD bis über 200.000 USD
SEA zeigt eben­falls einen posi­ti­ven Zusam­men­hang mit Zuflüs­sen – ersetzt aber kei­ne orga­ni­sche Sicht­bar­keit. Der stärks­te und sta­bils­te Effekt ent­steht dort, wo SEO‑Sichtbarkeit und SEA stra­te­gisch zusam­men­spie­len.  SEA kann die Nach­fra­ge ver­stär­ken. SEO ent­schei­det, ob du über­haupt gefun­den wirst. 

Die­se Ergeb­nis­se ver­schie­ben die Per­spek­ti­ve auf Mar­ke­ting im Finanz­um­feld:
     1. Goog­le ist Teil der Inves­tor Jour­ney
Inves­to­ren – insti­tu­tio­nell wie pri­vat – infor­mie­ren sich zuneh­mend eigen­stän­dig. Goog­le ist oft der ers­te Touch­point, lan­ge bevor Ver­trieb oder Bera­tung ins Spiel kom­men.
     2. Sicht­bar­keit ist ein Ska­lie­rungs­he­bel
Ein gutes Pro­dukt ohne Sicht­bar­keit ska­liert lang­sa­mer. SEO wirkt nicht kurz­fris­tig, aber kumu­la­tiv – und genau das zahlt auf nach­hal­ti­ge Zuflüs­se ein.
     3. Mar­ke­ting wirkt auf Business‑KPIs
Die Stu­die lie­fert einen sel­te­nen Beleg dafür, dass Marketing‑Maßnahmen direkt mit Kapi­tal­strö­men ver­knüpft sind. Sicht­bar­keit ist kein Branding‑Luxus, son­dern Wachstumsfaktor.

Die wich­tigs­te Erkennt­nis ist nicht, dass Goog­le „Flows erzeugt“. Son­dern: Digi­ta­le Sicht­bar­keit ist das Ergeb­nis lang­fris­ti­ger Vertrauens‑ und Rele­vanz­ar­beit. Mar­ken, die heu­te in der Suche prä­sent sind, haben über Jah­re hin­weg Inhal­te auf­ge­baut, The­men besetzt und digi­ta­le Auto­ri­tät ent­wi­ckelt. Genau die­se Auto­ri­tät wird nun – mess­bar – in Kapi­tal­zu­flüs­se übersetzt. 
  • SEO ist kein Kanal, son­dern Infrastruktur 
  • SEA ist kein Short­cut, son­dern Beschleuniger 
  • Sicht­bar­keit ist kein Selbst­zweck, son­dern öko­no­mi­scher Hebel 

Der unter­such­te Zeit­raum der Stu­die liegt zwi­schen 2019 und 2021 – also vor dem brei­ten Ein­satz von KI-basier­ter Suche.

Gera­de des­halb ist der Befund so rele­vant. Denn KI-Suche redu­ziert Aus­wahl, ver­dich­tet Auf­merk­sam­keit und bevor­zugt weni­ge, als beson­ders rele­vant ein­ge­stuf­te Quel­len. Sicht­bar­keit ent­steht damit nicht mehr über vie­le Klick­op­tio­nen, son­dern über Auto­ri­tät und Zitierfähigkeit.

Über­tra­gen auf die Stu­die heißt das: 

Wenn klas­si­sche Goog­le-Sicht­bar­keit bereits mess­ba­re Aus­wir­kun­gen auf Kapi­tal­zu­flüs­se hat­te, wird Rele­vanz in KI-Such­sys­te­men künf­tig noch direk­ter auf Busi­ness-KPIs einzahlen.

Für dich bedeu­tet das vor allem eines: Lang­fris­tig auf­ge­bau­te Sicht­bar­keit wird zum ent­schei­den­den Wett­be­werbs­vor­teil – nicht nur im Ran­king, son­dern in der Ant­wort­lo­gik von KI-Systemen.

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